Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

Cicero p, Tullio. 3o?
Geschäfte, in den 12 Tafeln eigentlich von Verhandlung vor
dem judex gesagt, nachher auch sonst angewandt; wie diese
Zeitbestimmung nach und nach erst unter den Kaisern abgekom-
men, andre Beschränkungen der gerichtlichen Redner überall
eigentlich nicht sein sollten, nur ausnahmsweise vorkamen, et-
was häufiger erst unter den Kaisern. Hierher gehört auch der
dritte Excurs, aus Gelegenheit der von Cicero erwähnten taxa-
tio und aestimatio, über jene. Hier wird an die versuchte Ety-
mologie von Tccaaziv und die vorkommenden Nachrichten ange-
knüpft, daß sie überhaupt jede Granzbesiimmung bezeichne, die
theilö vom Gesetze im Allgemeinen, theils vom Richter, theilS
vom Klager (so in diesem Falle, so auch bei Injuriem-Klagen)
gemacht wurde, und hauptsächlich in den Klagformeln vorkam;
hierbei Nachweisung, waö davon noch im neuesten Römischen
Rechte sich finde. — Zu §. 17, über vacuae rei traditio, mit
Anführung mehrerer Stellen aus Cicero, und Nachweisung, daß
sie durchaus nicht blvS auf Freiheit einer Sache vom wahren
Besitze gehe; exc. IV. über finium demonstratio, wo auö dem
innern Wesen'der Sache ihre Nothwendigkeit bei, an sich nicht
begranzten, Grundstücken nachgewiesen, und die rechtliche Be-
deutung derselben aus den Quellen dargelegt wird. — Bei der
in demselben §. vorkommenden -Erwähnung eines ProcuratorS
werden Vermuthungen über Ursprung und ältestes Recht der-
selben, als Herren fremder Geschäfte, mit vieler Kenntniß deö
Alterthums ausgestellt. Wie Proconsuln mit Consuln, so ohn-
gefehr hängen Procuratore» mit Curatoren zusammen, als die-
sen ähnlich zuerst zugelasten, wenn sich der Herr des Geschäfts
außer Italien befinde, oder reiput>!icae causa' abwesend sei,
nach bestimmten Nachrichten; Beziehungen hierauf auch im
neuern Rechte werden mit Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. —
Zu §.29. eine sorgfältige Erörterung über allmälige Verände-
rung der Formel deS Interdicis unde v!, mit Vergleichung

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