Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

'268 WürtembergischcS Recht.
Schuldner durch die Amortisation, daß ihm der Beweis der be-
reits vorgenommcnen Tilgung einer Obligation nicht erschwert
werde. Hier ist das RechtSverhailniß an sich und unbedingt
Gegenstand der Amortisation. Das Erkenntniß gilt dein bün-
digen Beweise gleich, daß gar kein Recht mehr bestehe, weil es
durch Zahlung oder sonst wie getilgt wurde. Auf diese Weise
möchte man eigentlich sagen, daß die gerichtliche Amortisation
verschiedene Zwecke und verschiedene Gegenstände habe. —■ Die
Ansicht des Vers, über Amortisation von Scheinen, die auf den
Jnnhaber lauten (§. 6.), halt Nef. für durchaus begründet,
obgleich der Vcrf. spater (S. äoZ —5.) einiger Maßem zu wan-
ken scheint. — Die Grundsätze der Amortisation bei Wechseln
hat der Vers. ($. 6. Verb, mit S. 537 ff.) treffend entwickelt.
Daß derselbe seine Ansicht über den Gebrauch von RechrSmit-
teln (§. 16.) später (S. 400.) modificirte, kann nur.mit Lob
anerkannt werden. — Nr. VII. „über die Gültigkeit der Bestim-
mungen, welche her Chef eines.. vormals rcichsstandischen Hau-
ses zur Zeit der «. bestehenden ReichSverfaffung ... über die
Erbfolge erlassen hat." (von Obervogt Steiger, zu Kißlegg.)
Der Vers, hat seinen Gegenstand nach den Gesetzen zweier Pe-
rioden behandelt. s) Für die Zeit des Rheinbundes kann
man dem Verf. zugebcn, daß nicht unmittelbar durch die Rhein-
bundesacte und die dadurch begründeten Rechte alle autvnomi.
scheu Verhältnisse der Standesherrn aufgehoben worden sehen.
(§. 1— 5-), obgleich in ihrer frühcrn Stellung als Landesherrn
ein bedeutender Grund lag, die Autonomie auszuüben und auf-
rechtzu erhalten. Indessen hatte der Verf. doch bedenken sol-
len, daß die früher Unmittelbaren durch die gesetzgebende Ge-
walt des Reichs zum mindesten rechtlich, wenn auch nicht sehr
factisch beschrankt waren. Diese Gewalt kam nach der Auflösung
des Reichs in die Hände der neuen Souveraine (R. Bundesacte,
Art. 2 u. 28). Folglich laßt sich apch die gesetzgebende Gewalt

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