Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

Kämmerer, Observat, jur, civil. 25
potest nidjf so viel ist-, als licet oder in arbitrio ipsius est
der andern Stelle, sondern auf die Folge aus einem Begriffe
nach Verstandesgcsetzen geht, wonach etwa-, wahrhaft unmög-
lich ist. Es , soll nicht, gesagt,werden: der Gastwirth darf ste
nicht zurückweisen, und würde, wenn er es, thate > von ihnen
belangt werden können; sondern er kann sie nicht zurückweisen,
wenn er nicht aufhörcn Will,, für einen Gastwirth zu gelten.
Da nun die actio in factum wegen Diebstahls blo» gegen die
Gastwirthe, insofern sie solche sind, gerichtet ist, so folgt, daß,
sie auch für etwas nicht einstehen können, was bei ihrem Be-
ruf unausweichlich ist, und worauf daher ein jeder einkehrende
Gast sich gefaßt machen muß. Die Richtigkeit dieser Erklärung
tritt besonders hervor, wenn man darauf ächtet, daß zu den
Zeitwörtern viäctur — nee potest, baS Subjectwort caupo,
stabularius, welches im vorhergehenden Satze nicht stand,
nachdrücksvoll wieder gesetzt und offenbar in dem Sinne zu neh»
men ist : der Gastwirth, als solcher. Eben so auch In den Ba-
siliken, in denen ein zufälliger Umstand unsere Erklärung noch
evidenter macht. Dort heißt-es nämlich (Hb. LX.. tit. ich
cap. i. §. 3. Tom. VII. p. 582.): Ov yag ctvrug ciTzo&da-
&cU Svvctiai 6 nuvöoyevg, welches man so übersetzen kann:
„DenN der Allausnehmer (Wirth) kann seine Gäste nicht smit
Auswahl aufnehmcn oder) zurückweisen." — Am Schluffe der
Abhandlung bemerkt der gelehrte Derf., daß nach manchen
Particularrechten, namentlich auch nach dem Mecklenburgischen,
die' Gastwirthe, wenn sie nicht gegründete Ursache zur Zu-
rückweisung haben, die Reisenden aufzunehmen gezwungen
werden«
Cap. III. De Athenaei Ulpiäno (p. 135^-172). Db der
in des AthenäuS Deipnosophisten mitauftretende Ulpian mit
dem berühmten Juristen gleiches Namen» eine und dieselbe
Person sey oder nicht; darüber, hat bisher die größte Meinung-,

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer