Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

26z

WürternbergischrS Vlecht.
tium stehen (1. 44* §. 1* D. solut, matrim* . ,. alioquin et sl
post mortem patris divertisset^ nondum exacta dote, ex-
cluderetur exactione dotis maritus 5 quod non est admitten-
dum). Rührte daölVersprechön vom Vater oder einem Drit-
ten her, so konnte die Frau in der Regel — auch wo sie die
Vos an sich Zurückzufordern berechtigt war — die Versprechen-
den doch nicht unmittelbar belangen. Sie mußte an'den Ge-
mahl zunächst gehen, und dieser entweder die Dos reftituiren
(1. 44* §. 1- D. eit. . . * necösse habebit maritus aut exactam
dotem aut actiones ei (mulieri) praestare). Daher stund
auch dem, welcher nach dem divortium noch irriger Weise die
Dos gab, keine Condictio indebiti, sondern blos die Nücksor-
derungsklage wegen der Dos Zu (1. 41. D* solur. matrim.)*
Einzig und allein durch eine exceptio doli war man die Klage
des ManneS zu entkräften im Stande (1.58. §. 1. D. de pecul.
. . . cum certe, et si ex promissione cum ea ageretur, ex-
ceptione doli mali tueri se posset)* Diese exceptio doli
gründete sich darauf, daß der Mann die Dos nach dem divor-
tium hoch selbst wieder zurückgeben müßte (1.8. pr. D. de dol.
et met. except.) Natürlich bedingte sich deshalb die' Einrede
dadurch, ob der Mann die Dos an dieselbe Person und in der-
selben Größe zurückzugeben verbunden war (1. 44. §. x. D. eit.
. .. cum absurde dicitur, dolo videri eum facere, qui non
ipsi quem convenit, sed alii resdturus petit .. . Sed et si ex
parte filia heres patri suo extiterit, debebit maritus cohe-
redes ejus pro parte virili exigere, et mulieri reddere aut
actiones eiT praestare)* Hiemit stellt es sich von selbst heraus,
daß die Einrede nicht schadete, sobald der Mann Retentionen
machen durste, weil er — so weit der Betrag der Retentionen
rckchte — nicht mehr redditurus gewesen warel Glücklicher
Weise können wir diesen Gang der Sache durch eick ausdrück-
liches Zeugniß bestätigen. Fragm, Yatic. §. io5* Xlebus in do-

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer