Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

3.1.8. Burchardi, über den Zweck der donatio propter nuptias

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Burchardi, üb. den Zweck der don. pr. napt.
Burchardi (Prof, in Kiel) über den Aweck der do-
natio propter nuptias (Arch. für civ. Prar, Vd.
IX. H.2. S. 197— 229.).
. Ein sehr beachtungswcrther Aufsatz, gleich llckiaybar durch ,
den Inhalt und die Darstellungsweise, und daher gewiß von
allgemeinem Interesse. Der Vers, behandelt darin ein en lZe-
genstand, der, wenn cs gleich nicht an gesetzlichen Bestimmun-
gen über denselben fehlt, doch zu den dunkeln und sehr be-
strittenen gehört, indem die Gesetze das Institut selbst überall
als etwas Bekanntes voraussetzen. Die Absicht des Dcrf. ist
„einen Begriff der donatio propter nuptias auSzmnittcln,
der, indem er uns ihren Zweck vor Augen stellt, zugleich den
Schlüsiel zur vollständigen und einfachem Vereinigung aller
Bestimmungen über dieselbe enthält." Der Vors. hat auch
wirklich aus der nachmals (D. 206.) von ihm ausgestellten Be-
griffsbestimmung alle diese Probleme gelötit: wobei sich freilich
hauptsächlich fragt, in wiefern ihm gelungen ist, die einzelnen
Besiandthcile jenes Begriffs als richtig und in das Ganze deS
Römischen Rechts und der Römischen Verhältnisse gehörig ein-
greifend, zu erweisen. Diesen Beweis sucht er zu führen, in
einer'Darstellung, welcher Res. nur eine mehr rechtSgeschicht«
iiche Form gewünscht hatte, wodurch nicht nur die Klarheit,
sondern auch die Nichtigkeit gewonnen haben würde. Dahin
gehört auch, daß er sich bcffcr nicht überall des Ausdrucks do-
natio propter nuptias bedient haben würde, welcher doch nur
für IustinianS Zeiten richtig ist. Sein Ausdruck führt leicht
zu Jrrthümern; z. B. wenn es heißt, diese (die don, propter
uupt.) könne nur von Seiten des Mannes gegeben werden.
Denn donat, ante nupt. oder sponsaliti a largitas vor IustiniaN
bezeichnet die wechselseitigen Brautgeschenke; mithin denkt
der Vers, hier nur an Iustinians da 0. pr. nuptias. Woher

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