Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

Müller, üb. Schenkung auf den Lobesf. 23»
ausdrücklich sagt» Nur polemisirend gegen diejenigen,' welche
glauben, in L. 4. eit. sep ein Streit über die Form geschlich»
tet worden, antwortet er: auch wenn Acceptation vorher nöthig
gewesen wäre, fiele fie danach weg, weil das ja gewiß zur
Form gehört. Da wir nun mit dem Vers, einverstanden
sind 1) darin, daß die Acceptatiori zur Form gehört, und 2)
darin, daß über die Form kein Streit rxistir» hat, und keiner
von Justlnian geschlichtet worden, daß also der decidirende
Theil der Constitution bloS die Wirkungen betrifft, hinsichtlich
der Form nur das neue Requisit der 5 Zeugen hinzugekommen,
und dafür die Insinuation erlassen worden, übrigens Alles beim
Alten geblieben, — so ergiebt sich unser Resultat von selbst.
Und nun noch einiges Einzelne. Der Vcrf. bestreitet die
Ansicht, als wenn auch in Testamenten oder Codicillen mortis
cau8a donationes gemacht werden können, wir glauben mit
Recht; denn selbst nach des Nec. Ansicht ist immerhin nöthig,
daß praesens praes enti trabt« oder verspreche, we»
nigstens nach Röm. Recht: Testamente oder Codicille sind aber
auch in der Form einseitige Acte, dagegen ist m. c. donatio
ein formell gegenseitiger Act (weil bedingt durch so-
fortige Annahme der Hingabe oder der Zusage), welcher aber
wegen beliebiger Revocabilitat wie ein einseitiger wirkt. —
Nicht einverstanden aber ist Nec. damit, daß das interdictum
quod legatorum dem Donakar versagt werden müsse. Dann
allerdings, wenn sogleich tradirt worden, weil da die Voraus-
setzung, Eigenmacht, fehlt.. Mehr sagt L, 1. §. 5. v. quod
legat, nicht; nämlich „si quis ex mortis causa donatione
possideat, utique cessabit interdictum,“ wenn er also nicht
aus der donatio, sondern aus Eigcnmacht besitzt, da vorerst
nur stipulirt war: so laßt sich nicht einsehen, warum der all-,
gemeinen Vorschrift der Anwendung der Legatsgrundsatze auf ra.

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