Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

D ei tcjfs, ü. eiv, oognat.

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logisch sepn, sie durch Aufnahme in die Definition der Agnation
alö^Merkma! oder Ursache der letzter» barzusteslem ^ Aber, wen-
det man ein, würde nicht jene Definition ohne Erwähnung der
väterlichen Gewalt auch die ex injustis nuptiis erzeugten und
die emancipirten Kinder, welche doch bekanntlich keine Agnaten
sind, .mit in sich begreifen? Keineswegs; gerade um sie auszu-
schließen, ist hinzugefügt: quasi a patre cognati. Denn in-
dem dieser Zusatz die Einheit des Gattungslebens im männlichen
Geschlechts (das sich in Einem vollen Gliede immer als daS
Aufgehn des Weibes und Kindes im Vater darstellt), zur Ag«
Nation.verlangt- setzt er voraus, daß die Entwickelung der
Gattung auf civilrechtlichem Wege, auf dem allein jene Zurück-
führung der ganzen Gattung auf den Mann sich geltend macht,
statt gefunden habe und in ihren,Folgen noch fortdauere. Doch
haben einige spätere Juristen, vielleicht weil ihnen die wahre
Bedeutung des a patre/cognati (worin pater bet jedesmalige
Vater oder das Väterliche in der Gattungsentwickelnng heißt),
zu versteckt zu liegen schien,i-durch den andern Zusatz cjusckem
Lamiliae oder ex eaäerrr Mamilia:-allen Mißverständnissen vor-
gebeugt'(Olp. ny'4. PauUvX. 10. §. 2. D., dp grad.), — Nich-
tig erklärt der Verf. p. warum einige.Definitionen der Ag-
naten diesen AuStzruck. auf Personen männlichen Geschlechts be-
schranken, weil namtich-stn den Stellen, wo diese Definitionen
Vorkommen, von Rechten die Rede ist, welche in der That nur
die agnati, nicht auch die agnatae habeu. Weßhalb aber Bru-
der und Schwester noch eine besondere Klasse unter den Agna-
ten bilden, und was die Juristen berechtigte, das Zwölflafel-
gesetz über das Erbrecht der Agnaten gegen die Regeln blos von
Personen männlichen Geschlechts zn erklären, und dann hier-
von bei den Geschwistern abermals eine Ausnahme'zu machen,
darauf Laßt sich der Vers, wieder nicht ein. Die Sache ist in
Kurzem diese: das proximus agnatus der zwölf Tafeln auch

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