Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

Schultz, de Jure foem. Iloman, etc.

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Stelle beö Dio Cassius subjectiv, wo dem, der mehr als die
und die Summe im Vermögen hatte, interpretirt aber auf eine
neue Weise Oe. de finib. II, 17. wonach RufuS, dessen FideS
anheim gegeben war, die Erbschaft der Fadia^ Tochter deS
Erblassers, zu restituiren, wenigstens auözahlen sollte „quan-
tum ad eam lege Yoconla potuisset pervenke.“ Man
brauche nämlich keineswegs zu glauben, daß eine Tochter doch
auf eine gewisse Summe eingesetzt werden konnte, indem man
nur an den Rechtssatz denken könne, wonach einer neben einem
heres extraneus praterirten sua die Hälfte accreScire. ^Allein
kömmt der auS der lex Voconia her? wenigstens behauptet
das der Verf. nicht; wir müssen eher die Stelle so verstehen:
Der Fiduciar müsse wenigstens die Summe auszahlen, welche
ohne die lex Voconia zu verletzen, legirt werden konnte.^
ES wird nun noch die Ansicht verworfen, als habe die I. V.
auch etwas über die Jntestatcrbfolge bestimmt, und dann über
das weitere Schicksal und den Untergang des Gesetzes Einiges,
nichts Neues, hinzugefügt. — Endlich daö dritte Cap. handelt
erst von der Intestaterbfolge und zwar der einzelnen Verwand-
ten, Tochter fwobei wir auch nur eine Erwähnung des Leti
Orfifiani vermissen, welches ja Töchter und Söhne zur Suc-
ceffion der Mutter berufen hattet, Schwester, Mutter, Ehe.
frau, und der übrigen. Der Verf. ist mit Löhrs einzelnen
Abh. in seinem Magazin bekannt, aber die über die Successio»
der armen Wittwe ist nicht benutzt. Gern erlassen hätten wir
dem Verf. die „rationes juris etc.“, die mit In Deutsch,
land ziemlich veralteten Sätzen, wie der ist, beginnen: nach
dem Naturrecht erlöschen alle Rechte mit dem Tode, also wie
der-Mensch zerstiebt, so fallt auch sein Vermögen aller Well
anheim (universis hominibus deficientis jura aequaliter pa-
tent); wir dächten, daß es der Familie zufalle, fep wenigstens
eben so natürlich! — Unter der Rubrik testamentarischer Suc-
" Mt. Zeitschr. IU. 1. 2

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