Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

*4

Römisch es R e ch t.
auch das, was das Gesetz über Legate verordnet, bloß auf
Frauen zu. beschranken sep., geht er hinweg, andcutend aber
(?. 7o» Not.), daß ihm die Meinung bekannt war. Nach Er-
örterungen über die Zeit und die Gründe des Gesetzes, beschäf-
tigt sich die Abhandlung zuerst mit der Frage: /quis sit cen-
sus in lege Voconia?" und tritt der Ansicht von Kind bei,
daß allerdings unter census der zu verstehen ftp, welcher durch
sein Vermögen in die erste Classe des Census kam, also 100000
nicht sestertiorum, fonbcrn assium libralium besaß, wobei
denn freilich sowohl dem Asconius in der bekannten Stelle
ad Cic. in Verr. 1, 41- als dem Dio Cassius (56, 10.)
Jcrthum vorgeworfen werden mußte; und auf die Einwen-
dung, daß doch nicht die C M seris bei Gaj. II, 274. von
a?s grave verstanden werden könnten, und daß nicht einmal
mehr zur Zeit der I. Voc, Geldsummen so bezeichnet worden
sehen, erwiedert er p. 65: „nec eg 0 de se re gravi in lege
sermonem fuisse contendo, sed potius puto, summam 100
millium seris gravis, ex interpretatione rov census, mox
post latam legem ei adpositam esse." Was die andre Frage
betrifft, wie es möglich sep, daß jede Frau und Jungfrau von
testamentarischer Succession ausgeschlossen war, und doch ab
intestato und selbst gegen ein Testament hatte succedircn kön-
nen? so erklärt sich der Vers, für Hugo^s und Saviguy'ö
Dermuthung, daß die Frauen ausgenommen waren, welche
ab intestato succediren durften" (also von den Töchtern nur die
suse), und wodurch dann auch Cie. de rep. 1. c. in fin., was
nicht einmal mehr eine neue Bemerkung ist, unbedenklich er-
kält werden kann, ohne daß man einen besondern Vorzug der
einzigen Töchter annehmen muß oder kann. — Der Vers,
führt ferner an, was bekannt ist, daß die 1. V. nicht auf fidei-
commissaria hsereditas bezogen worden, versteht die angef.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer