Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

144 Handelsrecht.
und auS einem früheren Entwürfe 1) find hinzugethan, alles
möglichst wörtlich, endlich einige Neuerungen abandernd einge-
schaltet.
Man beabsichtigt keine Critik der erwähnten Wechselord-
nung; sie ist weder viel besser noch viel schlechter, als andre
deutsche Wechselordnungen aus derselben Zeit; ihr innrer Werth
mag dahin gestellt bleiben. Da sie jedoch vielfach als wörtliche
Grundlage in den Entwurf, wie schon erinnert, übcrgegangen,
auch in demselben deren Zusammenstellung, um nicht zu sagen
System, ziemlich beibehalten worden, so muß über ihren äußeren
und technischen Werth bemerkt werden, daß sie einen eigentli-
rfytn inneren Zusammenhang oder eine logische Ordnung nicht
hat, mitunter unklar, auch etwas breit ist, und im Allgemei-
nen das Gepräge ihrer ursprünglichen Bestimmung, einer ge,
gen 'einzelne eingcrissene Mißbräuche erlassenen öffentlichen Be»
kanntmachung, tragt. Zu einem neuen Wechselgesctze halte von
ihrer äußern Form wenig oder nichts verwendet werden sollen.
Weil dies beim Entwürfe nicht beherzigt worden, leidet er in
i.chnischer Beziehung an denselben Gebrechen, wie sie selbst. —
Die im Entwürfe enthaltenen Neuerungen sind weder zahlreich,
• >h glücklich. Als Haupttendenz dürste sich in demselben Be,
Dnstigung des Franks. Handelsstandes, nicht immer unter ge.
höriger Berücksichtigung des auswärtigen, aussprechen. Der
hiesige Inhaber, z. B., ist nicht verbunden, 1) nach Empfang
Ds Wechsels für dessen alsbaldige Annahme zu sorgen (§. 16),
st nicht, wenn er blos zu dem Zwecke ihm Übermacht wor»
d:n (§. 29), 2) für gehöriges Anmelden bei den Nothaddressa-
<) Materialien jü einem Handelsgesetzbuch für die
St. Frankfurt a.M., nach dem Plane des kais. franj.
Handelsgesetzbuchs und mit Zugrundelegung dessel-
ben entworfen, Franks. a.M. 1811. ■

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