Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

i>3 Ctvil-Proceß.
ein buntes Aggregat geworden sind. Desto größeren Werth
haben also Werke, wie das vorliegende, welche für Ideen, von
denen die Gesetzgebungen ausgehen, empfänglicher machen und
sie auf das Leben anwenden. Ein noch größeres Publikum hat
-die Schrift in der Klaffe der Geschastsmanner. Es ist ganz
richtig , was der Verf. sagt, daß die Gegenstände, die er be-
handelt hat, sich im wirklichen Leben oft ganz anders gestalten,
als dogmatische Vorlesungen sie darstellen. Das Studium die-
ser Schrift wird dem angehenden Geschäftsmann«: den festen
Boden geben, auf dem er sich mit Zuversicht bewegen lernt,
und der routinirte Geschäftsmann wird Gründe für Falke fin-
den. kn denen er oft bkos seinem Takte folgte, und er wird
über Lücken seiner Prozeßordnung beruhigt werden, weil er das
ganze Verfahren durch eine Idee beleuchtet sieht, .^die nach sei-
ner Ueberzeugung nochwendig jeder partlculären Gesetzgebung
zu Grunde liegen muß, und die eben daher auch in der An-
wendung richtig leitet
Einen Auszug gestattet diese gehaltreiche Schrift nicht, es
soll daher nur ihr Inhalt angegeben, und es sollen theils über
einzelne Satze Bemerkungen mitgetheilt, theils von den ausge-
sprochenen Ansichten auf eine neue Gesetzgebung, die würtem-
dergische, eine specielle Einwendung gemacht werden.
Das erste Buch enthalt allgemeine Betrachtungen über den
ConcurSprozeß, und zwar über die Nochwendigkeit des Con-
cursverfahrens überhaupt, über den Ursprung des heutigen
ConcurSprozeffeS, und über die Eigenheiten, Vorzüge und Man-
gel desselben. Das zweite Buch handelt von den Mitteln der
Abwendung eines Concurses, und zwar in dem ersten Ab-
schnitte von der Hilfevollstreckung und deren zweckmäßiger Ein-
richtung. Allgemeine Betrachtungen über die Execution über-
haupt und in die Immobilien insonderheit gehen voraus , dann
wird da« gemeinrechtliche Verfahren und das Verfahren nach

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