Full text: Volume (Bd. 6 (1829))

Württemberg i sch e Recht. 467
Der Verf. machte es sich, wie er in der Vorrede sagt,
zur Aufgabe, eine Abhandlung zu liefern, welche das Gantvcr-
fahren geschichtlich behandelte, erst die Satze des Röm. Rechtes,
nach Anleitung der Geschichte heraushob, das ganze Römische
Ganlverfahren dann bezeichnete, und die Anwendbarkeit, der
einzelnen Satze auf dasselbe zeigte, sodann das Röm. Gantver-
fahren als Ganzes mit demjenigen, wa» man gemeines Recht
heißt, verglich, hierdurch wieder die Anwendbarkeit der einzel-
nen Römischen Gesetze auf dasselbe zeigte, und dann erst zu
der besondcrn Gesetzgebung von Württemberg überging. Ob
der Vers, diese Aufgabe in ihrem ganzen Umfange befriedigend
gelöst habe, kann dahin gestellt bleiben, da wir uns nach unserem
Plane bloS mit dem Württemberg'schen Proceßrechte hier zu
beschäftigen haben. Den Grundsätzen des Gants und Gantver-
fahrens nach Württ. Rechte ist der Ulte Abschnitt §.92 — 129.
gewidmet (der Iste Abschnitt handelt von der Römischen Ge-
setzgebung in Bezug auf Gant und Gantverfahren; der Ute
vom Gant und Gantverfahren nach gemeinem Rechte). Der
Verfasser hat die einzelnen Bestimmungen des Würltembergi-
fchen Rechtes auf eine angemessene Weise zusammengestellt, so
daß die Brauchbarkeit seiner Arbeit sich nicht in Abrede stellen
laßt. Ohne Zweifel ist das Buch schon im Jahre 1818. erschie-
nen, obgleich auf dem Titel, nach der bekannten Buchhändler«
Sitte, die Jahrezahl 1819. angegeben ist; denn sonst würde der
Verf. gewiß auf die Bestimmungen deö IVtcn Edikts vom Zl. Der.
1818. über daS Concursvcrfahren Rücksicht genommen haen.
36) Ueber die gegenseitigen Befugnisse der Oberamlsgerichle
und Gemeinderathe in Concurssachen; in Hofacker's
Jahrb. u. s. w. Bdll. Hft. 1. nr.ll. S. 56 — 62.
Die Beschwerde eines GemeinderatheS gab Veranlassung zu
einer doktrinellen Interpretation der vormals bestandenen Orga,

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