Full text: Volume (Bd. 6 (1829))

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Württembergkschr Recht.
von der Local-Kirchengemeinde durch ihren Vorstand, den Stif-
tungkrath, aufgestellt werden. Es steht zu erwarten, ob nicht
die angeführten Grundsätze durch die in der Verfassungsnrkunde
§. 77. zugesicherte Herausgabe des evangelischen Kirchengutes
des vormaligen Herzogthums Württemberg zu abgesondertes
Verwaltung einige Modificationen erleiden werden.
Beweis-Verfahren.'
Mit dem Beweis-Verfahren beschäftigen sich folgende Ab-
handlungen, welche sammtlich in Hofacker'S Jahrbüchern der
Gesetzgebung und Rechtspflege im Königreiche Württemberg ent-
halten sind:
30) Sattler (Obertribunalrath), in den obenangeführten
Bemerkungen und Zusätzen zu einigen Paragraphen dev
IVten Edikts, die Erörterungen über §. iZZ.— in Hof-
acker'S Jahrb. Bd.I. Hft.Z. nr.XXl. ©.468.469.
31) R epscher (l)r. Justizreferendar, jetzt Prof.), Einiges
über das Beweisverfahren vor den Württ. Gerichten Im
ordentlichen bürgerlichen Processe; in Hofacker'S Jahrb.
Bd. II. Hft.Z. nr.XIIl. S. Z29—346.
32) Scheurlen (Or. Prof.), Bemerkungen über einige
Punkte de» BeweisverfahrenS in Civilrechtsstreitigkci'ten
nach Württ. Rechte; in Hofacker'S Jahrb. Bd. III.
Hft. 1. nr. VI. ©. 116—129.
Sattler erllart sich in nr. 30. ungünstig über bas Beweis»
verfahren des vierten Edikts. Er sagt, cS fep eine der Haupt-
forderungen an die Civilproceßgefetzgebung, nicht bloS, daß sie
möglichst verhüte, daß das materielle Recht dem blos formellen
nicht geopfert werde, sondern auch, daß sie für eine rasche
Entwickelung und Rormirung des streitigen Rechtsverhältnisses
und Abschneidung chikanirender Verzögerungen besorgt sey.

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