Full text: Volume (Bd. 6 (1829))

Württembergische Recht. 429
bei den Untergerichten ganz ausgeschlossen werben sollte; aber
theils sollte nothwendig, um dem Ueberhandnehmcn des schrift-
lichen Verfahrens zu begegnen, scharfer als bis jetzt geschehen
ist, bestimmt werden, in welchen Fällen dieses Verfahren ein-
treten könne, theils sollten die Regeln dieses Verfahrens selbst
auf eine seinem Geiste entsprechende Weise normirt werden. ES
scheint uns, wir wiederholen cs, in der durch die Novelle ge-
störten Harmonie der Form deS Protestes vor den Untergcrichten
eine dringende Aufforderung für die Gesetzgebung zu möglichst bal-
diger Promulgation einer umfassenden Civilproccßordnung zu
liegen.

2. Kritik der Gesetzgebung.
Diejenigen Schriften, welche sich eine Beurtheilung der
Württ. Proceß-Gesetzgebung zur Aufgabe gemacht haben, be,
schaftigen sich fast bloS mit den durch das IVte Edikt tinges
führten neuen Justiz-Einrichtungen, und namentlich mit der
durch dasselbe begründeten Gerichtsverfassung.
Zwei derselben sind dem vierten Edikte selbst borangegan-
gen, gehören aber ihrem Inhalte nach gleichwohl hierher,
nämlich:
4) lieber dieVeränderung der bürgerlichenRechts-
verwaltung in erster Instanz im Königreiche
Württemberg. Stuttgart, igrü. S.IV. 8a. und
5) Gutgemeinte Phantasieen, veranlaßt durch
die Schrift: Ueber die Veränderung der bür-
gerlichen Rechtsverwaltung in erster Instanz
im Königreiche Württemberg. Tübingen, bei H.
Laupp, 1819. S. 135.
Die erste dieser Schriften, welche von einem.Mikgliede der
im Jahre 1818 niebergesetzt gewesenen Aemter-OrganisationS-

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