Full text: Volume (Bd. 6 (1829))

Württembergische Recht. 33i
gesetz zu entwerfen. Georgii legte auch bald einen Ent-
wurf mit ausführlichen Motiven vor, und machte spater die
Arbeit in folgender Schrift öffentlich bekannt: '
i5) v. Gcorgii (O. T. Präs.), Entwurf einer Pfand-' und
Hypotheken-Ordnung für d. K. Württ. mit des. Hinsicht
auf d. Concurs; auf Befehl Sr. Maj. d. Königs bearbeitet.
Stuttg., b. Steinkopf, r82Z. VI. u. 465SS. gr. 8.
Georgii gibt hier nach einer Einleitung den Entwurf selbst
in 277 §§en, und läßt sodann die Motiven zum Entwürfe in
17 einzelnen Abhandlungen folgen. . Er stellte sich beim Ent»
würfe die Aufgabe, vom bisherigen gemeinen und Württ.
Rechte so viel zu erhalten, „als die Vermeidung einer zu star-
„kcn Aenderung zu erfordern schien", zugleich aber alle Ver»
besserungen der neueren Pfandgesetzgebungen zu benützen, welche
mit jenem Grundsätze vereinbar waren. Wie er dicß aus-
führte, laßt sich hier freilich nicht im Einzelnen genau Zeigen.
Wir müssen uns auf Folgendes beschranken.
. Publicity und Spezialität des Pfandes, Bestimmtheit der
versicherten Forderung, und Verwerfung der Pfandprivilegien,
die Hauptgrundlagen der neueren Pfandgesetzgebungen, bilden
bei seinem Entwürfe nicht die Grundlage. Er behält neben
den öffentlichen noch Privat- und gesetzliche Pfandrechte, neben
den speziellen, noch General-Hypotheken, neben nnpsivilegirten
Pfandrechten noch privilegirte gesetzliche und öffentliche, endlich
neben. Pfandrechten, bei denen die versicherte Summe bestimmt
seyn muß, noch solche bei, welche dieses Erforderniß nicht ha-
ben. Dabei sucht er aber für die Sicherheit der öffentlichen
Pfandrechte besonders zu sorgen. — Er macht den Worten
nach drei, der Sache nach fünf Classen der P f a n d gläubiger.
Denn seine „Abtheilungen" und „Unterabthcilungen" sind in
der Thal nichts andres, als besvndre Classen. Was die erste

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