Full text: Volume (Bd. 6 (1829))

Württemberslsche Rxcht. 3x9
mentlich verbietet der Art. iZ. dieses Gesetzes die Bestellung
jeder neuen Schafwaidegerechtigkeit. Noch wichtiger ist für da»
Eigenthum das Gesetz vom 2l.Mail823, und in dieser
Rücksicht gehört hierher der Commentar vonBolleh über die-
se« Gesetz. Es wird aber paßlicher seyn, in einem andern Zu-
sammenhänge unten beim Pfandrechte genauer von diesem Ge-
setze und dem genannten Commentar zu sprechen. Endlich
möchten wir noch rücksichtlich der Beschränkungen des Ei-
genthumS durch das Forst» und Jagd-Recht im weitesten
Sinne besonders aufmerksam machen auf das, auch in dieser
Hinsicht äußerst vollständige, schon mehr erwähnte, Handbuch
der Württ. Forstgesetzgebung von Schmidlin.
bb. Pfandrecht
und, des Zusammenhanges wegen,
Prioritätsrecht.
«. Aelteres Recht und Entstehung der neuen Gesetzgebung.
Daß daSRömischcPfand-undPrioritätörecht, besonders
wie eS unter Jnstinian bestund und in seine bei uns geltenden
RcchtSsammlungen überging, in hohem Grade tadelnswcrth ist,
und zu den schlechtesten Partieen des Nöm. Rechts gehört,
wird jeder unbefangene Verehrer des R. Rechts gewiß zugcste-
hen. Es ist das Pfandrecht nach diesem neuesten Nöm. Rechte
ein Institut, dag seinen Zweck, Sicherung des Gläubigers,
durchaus nicht erfüllt, sondern ihn größtentheils zerstört, wohl
das schlechteste Pradicat, das man einem Institute geben kann.
Die deutschen Gesetzgeber aber wollten dieß lange gar nicht ge-
hörig beachten, Sie und die Praxis thaten sogar zum Thcjle
noch ihr Möglichstes, um das Schlechte noch schlechter zu ma-
chen, namentlich indem sie alle Mängel des Röm. Rechts be-
stehen ließen, und noch den Römischen Privilegien eine Menge
8.»

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