Full text: Volume (Bd. 6 (1829))

3i2 Uebersicht über das
„Milchspeisen" an die Hand geben, aber nicht zum Nechl-
sprechen, so wenig als medizinische zum Medicasirircn l
Wir freuten uns, daß diese Ansicht auch in der Slandever-
sammlung von vielen Mitgliedern ausgesprochen wurde»
Unser Vorschlag geht daher dahin;
1. Wir wollen keine Umwälzung des bisherigen Rechtszu-
standeS in der Art, wie z. B. das Büier. Straf-G.B. v. ig'Z
es war (deßhalb passen auch die Einwendungen, die von diesem
Experiment gegen rin G.B. gemacht werden, durchaus nicht
auf unfern Vorschlag). Wir wollen bloß, was die Römer mit
ihren Xli. Tafeln wollten, rine feste, sichere Begründung des
bestehenden Rechts, aber angemessen unsren jetzigen viel-
verzweigten Verhältnissen und unsrem jetzigen Cullurzustande,
'— also eine deutsche, präcise Sammlung des Veste,
henden, Entscheidung des Zweifelhaften und Acn-
derung des durch vieljährige Erfahrung a,s un-
tauglich Erwiesenen. Wir wollen ein möglichst vollsian.
digeS Rechts buch, kein eigentliches reförmirendes Gesetz-
buch.
Um aber
2. Jenes ausführen zu können- muß man düs bestehende
Vorher ganz übersehen. Hier ist noch eine ungemeine Lücke
unsrer wissenschaftlich-praktischen Arbeiten auszufüllen. Bei»
nahe keiner unsrer Württ. Juristen hat sich noch daS ge-
fammte in Württ. geltende Recht — ohne Rücksicht auf die
Art seiner Quellen — zusammengestellt. Wenige noch werden
die verschiedenen Bestandtheile des bei uns Geltenden in ihren
verschiedenen Wechselwirkungen sich ganz klar gemachr haben. Wir
haben zwar ein ganz ausgezeichnetes Handbuch des Württ. Pri-
vat.Rechts, so weit es auf eigenthümlichen Württ. Quellen
beruht; wir haben aber noch kein Handbuch, welches das ge»
sammle, in Württ. geltende Recht in seinem Detail dar»

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