Full text: Volume (Bd. 6 (1829))

Württembergische Recht. 305
Rechtsmaterien, Revision d er Rom. Rechtslehren,"welche dem
Landrechte einverleibt werden sollen; endlich Entscheidung von
Controverse«. Als nächste Vorarbeiten für dieses neue
Landrecht werden sodann angcrathen, Belebung des civilistischen,
besonder» des historischen Studiums, Sammlung der Württ.
Gesetze, Entscheidung von Controversen und Entwerfung neuer
Gesetze für einzelne Rechtsmaterien. Was die Entscheidung der
Controversen betrifft, so nähert sich der Vers, einigcrmaaßcn
Schrader's Vorschläge. Es sollen, meint er, diese Entschei-
dungen nur provisorisch, als Gemeinbescheide der Gerichte
von einer aus Staatsdienern, Professoren und ständischen Mit-
gliedern zusammengesetzten Commission, die sich von Zeit zu'
Zeit versammle, gegeben werden. Selbst auch die neuen Ge-
setze für einzelne Materien sollen bloß provisorisch Gesetzes-
kraft enthalten bis zur Erscheinung des neuen Landrechls. —
Die letzte Stimme, die sich über die berührten Fragen in
besonderer Beziehung auf Württ. vernehmen ließ, ist
4) A. L. Rep scher, in der Vorrede zu der oben S. 85 -
angef. Gesetzsammlung S. V—LXV. auch besonders ge-
druckt unter dem Titel:
Ueber die Bedürfnisse unsrer Zeit in der Gesetzgebung,
mit besonderer Rücksicht auf den Zustand der Letzteren
in Württ. 56 SS. gr. 8.
Der Derf. spricht hier zuerst von der Unsicherheit in An-
wendung des Rechts, welche, wie er — wohl etwas zu weit-
gehend,— sagt, „nie allgemeiner gewesen sey, als eben jetzt".
Sodann berührt er in kurzen, nur mitunter zu vagen, und,
wie zum Theile überhaupt ^die, Abhandlung, mit etwas zu
viel Bildern und Deklamation gemischten, Andeutungen,
die Gründe dieser Unsicherheit und was zur Abhülfe derselben
geschehen ist, und geht hierauf auf die Mittel gegen diesen

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