Full text: Volume (Bd. 6 (1829))

Zor, veversicht über das
dem c.) ein, den jetzigen Rechtszustand nicht umstoßendes,
sondern an denselben sich ganz anschließendes, Gesetzbuch in
deutscher Sprache höchst wünschenswerth. So wurde daher
mit 74 Stimmen gegen Eine beschlossen, die Regierung um
einen Entwurf eines bürgerlichen Gesetzbuches in deutscher
Sprache zu bitten. — Die Regierung erklärte hierauf (17. Jun.
1821), daß auf das Gleiche schon früher ihre Fürsorge gerichtet
gewesen sey, sie auch bereits mit den nöthigen Vorarbeiten zu
einer zweckmäßigen Behandlung dieses so wichtigen, als viel-
umfassenden Theils der Gesetzgebung den Anfang gemacht ha-
be. — Einen Beweis hiefür lieferte schon vorher die im Mai
182» erschienene Schrift von <
3) v. Georgii (Prasid.desO.Trib.), über die Revision
des Civilrechts und Abfassung eines allgemeinen Deutschen
Gesetzbuch's, mit besonderer Anwendung auf Württemberg.
Stuttg. u. Tüb. b. Cotta, 182c. XVI. u. 126SS. 8.
Diese Schrift ist, nach der Bemerkung des Verf.'s in der
Vorrede, ein auf höheren Befehl schon im November 1820
über die Revision des Württ. Civilrechts erstattetes Gutachten.
Sie kündigt sich in eben dieser Vorrede als eine Schutz-
schrift für Erhaltung der gesetzlichen Auctoritat des Röm.'
Rechts, jedoch nur als Hülfsrechts, und unbeschadet alter und
neuer Provinzialgesetzgcbungcn, an. Ucbrigens darf man das
„allgemeine D. Gef.B." auf dem Titel nicht so nehmen, als ob
der Verf. auch in die Frage einginge, ob für ganz Deutsch-
land ein G.B. wünschenswerth wäre — eine Frage, über de-
ren Bejahung, wenn man einmal G.BB. haben soll,
gewiß Alle einig seyn würden, die aber derzeit leider sehr
unpraktisch ist — sondern das „allgemeine" bezieht sich auf den
innern Umfang des G.BucheS, soll also eben ein, alle Mate-
rien umfassendes, unsre fremden Hülsörechte aufhebende» G.B.

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