Full text: Volume (Bd. 6 (1829))

274 s Nebersichr über das
setz jedenfalls ein neuredigirteS Ganzes seyn, über das wir sei-
ner Zeit in der Kritischen Zeitschrift Bericht erstatten
werden.
Noch gehört hierher
5) Entwurf eines Gesetzes, die Bestrafung des Diebstahls
betreffend. (>328) 46 SS. 8- und
4) Entwurf eines Gesetzes, die Bestrafung der Wilder ei
- betreffend. (1828) 10 SS. 8.
Die Stande machten nämlich mehrmals, namentlich zu»
letzt am 26. Fun. 1827 (f. Derhandl. der K.d.Abg. von 1827.
H. VII. S. 1808.) bei der Regierung den Antrag, daß,
falls die Erlassung eines St. G.B.'S noch langer sich hinaus»
schieben sollte, wenigstens ein Gesetz über den Diebstahl zu»
geben werden möchte, besonders indem sie glaubten, daß die
Milde, mit welcher die jetzige Praxis dieses Verbrechen be-
strafe, sehr zu der seit einer Reihe von Fahren steigenden Zahl
der Diebstähle beitrage. Diesem Wunsche suchte die Regierung
im F. 1828 durch die genannten Entwürfe zu entsprechen.
Denselben sind auch zugleich die Motive der Regierung beige,
fügt. Sie wurden bloß zum Zwecke der Vertheilung an Ein-
zelne, namentlich an die Ständemitglieder, besonders gedruckt, und
finden sich auch abgedruckt in den Verhandlungen der Land-
stande von 1828 I Vtem außerord. Beilagenhcfte S. 74—134,
Allein auch auf diese Entwürfe glauben wir hier nicht naher
eingehen zu sollen. Sie kamen nämlich auf dem Landtage
von 1828 nicht mehr zur Berathung, und wir hoffen und
glauben, daß ihre Berathung so abgesondert, wie sie vorgelcgt
wurde, dadurch wegfallen wird, daß der Entwurf des gan-
zen St.G. Buchs bald seine Vollendung erhalt. Bei dem ge,
genwartigen Zustande unsrer Strafrechtspstcgr wäre es in der
Thal mißlich, bloß einen Theil derselben zu reformiren, sollt

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