Full text: Volume (Bd. 6 (1829))

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Ueibersicht über das
Diese, von dem katholischen Kirchenrathe verwalteten. Ge-
falle entstehen aus den Einkünften der sämmtlichen unbesetzten
Pfründen, und werden-unter öffentlicher Rechnungsstellung zur
Aufbesserung der zu geringe dotirten kirchlichen Stellen benützt,
so daß die vom Staate auf 500 fl. gesetzte Congrua wohl itzt
überall hergestellt werden konnte. Außerdem diente dieser
Fonds auch noch zur Unterstützung von Geistlichen, welche den
landesherrlichen Tischtitel in Anspruch nehmen müssen. Mit
Recht wird in der genannten Abhandlung sowohl dem Geist»
dieser Einrichtung, als der sparsamen und rechtlichen Verwal-
tung das gehörige Lob ertheilt.
00. Die Ansprüche des Staates an die Pfarrer.
In kräftiger Sprache, und mit fühlbarer Ironie, vielleicht
aber auch hier und da mit einiger Uebertreibung wird in dem,
- in derselben Zeitschrift, 1829. H. 1, S. ZF. enthaltenen Auf-
sätze:
117) Die Schreiber kn der Kirche:
^der kathol. Kirchenrath darüber getadelt, daß die Zahl und
der Umfang, der den Geistlichen vom Staate auferlegten Neben-
geschafte und Schreibereien immer steige, und ihnen nicht nur
Zeit und Lust zur Weiterausbildung, sondern selbst zur gewis-
senhaften Bersehung ihres Amtes nehme. Wir freuen uns
darüber, daß der Gegenstand öffentlich zur Sprache gebracht
ist, und wünschen, daß das getadelte UebermaaS abgestellt
werden möge, theils wegen der von dem Verf. angegebenen
Gründe, theils aber und hauptsächlich, weil wir es für poli-
tisch gefährlich, machten, der Geistlichkeit so viele und so wich-
tige Geschäfte zu übertragen, welche eigentlich Sachen der welt-
lichen Behörden wären. Die Geschichte, z. B. Frankreich's,
giebt unseres Bcdünkens in dieser Beziehung Stoff zum Nach-
denken genug an die Hand.

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