Full text: Volume (Bd. 6 (1829))

rvürttembergischk Recht. i5s
sich mit Bestimmung der Theilnahme der neuw» Kirche an
dem altw. Kirchengute zu beschäftigen habe. Zu bedauern
ist nur, daß dieser wohlthatigen, fast nothwendige» Verbindung
und Gleichstellung sich große Schwürigkciten in den Weg stel-
len, indem weder die'ülkwürttembergische, noch die einzelne
neuw. Kirche zum Beitritte wird genöthigt werden können.
— Bei der geringen Thatigkeit, mit welcher bisher die ganze
Sache betrieben wurde, ist nicht zu verwundern, daß eine be-
sondere Literatur nicht weiter über einem Gegenstand besteht,
welcher zu so manchfachen Betrachtungen und Allsichten Stoff
giebh
Wir können diesen Punct nicht verlassen, ohne noch einiger
Abhandlungen über die Besoldungen der Geistlichen Erwäh-
nung zu thun. — Doppeltes ist in dieser Beziehung wohl UN-
bestritten: einmal daß die Anweisung des Unterhaltes der Geist-
lichen auf Zehnden und andere Natural-Einkünfte von den
schädlichsten Folgen für ihre eigene Bildung, so wie für äuße-
res Ansehen und ihre Würksümkeit ist; zweitens, daß viele der
Pfarr-Besoldungen zu klein sind, um eine Familie vor Sor-
gen und Vergemeinerung zu bewahren. Beide Puncte setzt inS
Licht folgender Aufsatz:
loy) Ueber dis Besoldungen der Geistlichen in W. (SeU-
bert's christl. Protest. Kirche. H. 2. iyZS.).
Der erstercn Klage wird wohl in Kurzem abgeholfen wer-
den, indem sich die Negierung mit der wohlthatigen Maavregel
beschäftigt, die Natural-Besoldungen in Geldeinkünfte zu ver-
wandeln: schwüriger freilich wird Abhülfe im zweiten Puncte
seyn. Einige Vorschläge macht Zwar allerdings der Verf. der
obengenannten Arbeit, allein fein letztes (und am Ende allein,
würksames) Mittel, nämlich Zuschuß aus der Staatskasse stellt
sich von selbst als schwürig auszuführen, und sogar als unbe-

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