Full text: Volume (Bd. 6 (1829))

i36 Nebersicht über das
W« ist bekanntlich einer der wenigen Staaten, welche sich
nicht von der Nothwendigkeit den Nachdruck durch ein Staats-
gefetz zu verbieten, überzeugen können. Vielfach schon, und
auch wieder in der jüngsten Zeit, ist dieser Staat darüber an-
gegriffen worden. Wir haben diese Angriffe gegen eine sonst
so loyale und rechtliche Regierung immer mit Schmerzen ge-
hört und gelesen, und zwar um so mehr, als sie uns verdient
scheinen, indem wir der Ansicht sind, daß der Staat vollen
Grund hatte, diese zwar an sich nicht rechtswidrige, aber höchst
immoralische Handlung durch ein Strafgesetz zu verhindern.
Wir erlauben uns hier zu verweisen auf Wachter's Straf-
recht, Bd. II. S. 252. fg. Nur die Hoffnung tröstet uns, daß
— und hoffentlich recht bald — unser Vaterland von diesem
Gewerbe gereinigt seyn wird. Von den vielen über diesen Ge-
genstand erschienenen Schriften, gehören die obengenannten in
diese Ucbersicht, als sich speciell auf W. beziehend. Sau er-
laub er's Eingabe ist eine Petition bei der St.Vers., natür-
lich gegen den Nachdruck; Griesinger'S Schrift dagegen ist
eine weitere Ausführung einer Rede, welche der Verf., ein
rüstiger Kampe für den Nachdruck, in der St. Vers, gehalten
hatte, als in der (wie wir oben gesehen haben auch besonders
im Drucke erschienenen) merkwürdigen Discussio«, welche mit
Stimmengleichheit endigte, ein Antrag auf Abschaffung des
Nachdruckes berathen wurde. Die Griefinger'sche Schrift
hat mehrere Widerlegungen gefunden, z. B. in Krug's kri-
tischen Bemerkungen über Schriftstellerei, Buchhandel und Nach-
druck, und in Schmid'S bekannter, zuerst im Hermes er-
schienenen Abhandlung.
ee. Landbau »Polizei.
Langst schon ist es ein lebhaft gefühltes Bebürfniß, baß
anstatt der ganz veralteten, die Fortschritte der rationellen Land-

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