Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 4 (1828))

Stein, Handb. des Erbrechts« 87
von der Errungcnschastsgcscllschaft gehörig entwickelt und ver-
standen werden kann, da sie in nichts Anderem, als in An-
wendung der in der letztem Lehre zu entwickelnden Princi'picn
besteht. Erst gegen das Ende der ganzen, „Errungcnschaftsgc-
scllschaft und Gesellschaftstheilung" üderschricbenen, Abthcilunz
erfahrt man (S. 84), was Errang. Gesellschaft ist, und wel-
ches ihre Bedingungen sind! Nicht besser ist cs im erbrcchtli-
chen Theile. Ganz vorne schon steht, um nur einige Beispiele
anzuführen, die Lehre von der Collation, vom AnwachsungS.
rechte und von den Wirkungen des Antritts überhaupt, ehe
noch die Zntcstakcrbfolgc entwickelt ist! Bei der Letzter» wird
unter der Rubrik „von der einfachen Verwandtschaft" die
Erbfolge der einfach Verwandten S. 154 ft entwickelt, und
erst bei der folgenden Abtheilung S. 172 f. von der „Ent.
stehung der Verwandtschaft überhaupt" gehandelt! Za,
unter jener Rubrik von der einfachen Verwandtschaft wird
in einer Unterabtheilung, welche die Ueberfchrift „Vierte Klasse"
hat, die successio ex speciali fundamento7 namentlich die
des Derpflegers eines Hülfslosen und die des Fiscus
entwickelt!! Aehnlich merkwürdig sind die §§. 150 ff. Der
§. igo. hat die Ueberfchrift „verschiedene Arten des A n-
fal ls", und beginnt mit den Worten: „eine Erbschaft an-
tret en, heißt rc. rc." und so handeln dieser und die 2 folgen-
den §§en nicht vom Anfall, sondern von der Erwerbung der
Erbschaft, wodurch sie zu bewerkstelligen sep, von der Suitat
u. dgl., der §. 155. aber von dem Verhältnis der verschiedenen
Anfallsarten, und der §. 154. u. folg, wieder von den „Er-
fordcrnisscn zur Erwerbung einer Erbschaft"!
Was den Inhalt des Werkes selbst betrifft, so zeigt der
Verf. allerdings überall, daß er sehr viel gelesen hat, daß er
äußerst fleißig zu sammeln und zusammcnzustellen wußte, daß
er dabei den glücklichen Tact hatte, bei verschiedenen Ansichten

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