Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

Unterholzner, üb. d. verschiedenen Arten d. Eigenthums rc.
und in bouis. Der Verfasser stützt sich darauf, daß Cajus das
Recht daran eine -possessio und ususfructus nenne, und schließt,
es habe an einem eigentlichen Kunstausdruck gefehlt. Ref.
wüßte nicht, welcher Ausdruck bezeichnender sepn könnte, als
gerade dieser. Possessio begreift ja gerade in der Kunstsprache
das dominium in,bonis; vüoföt die Benennung ;)bonorutn
possessio“, „possidere jubebo“, „possideri yendique jubebo“
den bündigsten Beweis liefern. Der Beisatz: ..„usnsifuctus“
wird blos deßhalb^gemacht, .damit man-nicht glaube,.die pos-
sessio hatte durch' Usucapion in ein wahrhaftes, römisches
dominium verwandt werden mögen. Weil diese unmöglich
war, so wird hinzugefügt, die possessio sey mit einer unbe-
schrankten.'Wenützung, nicht aber mit der Fähigkeit verbunden
gewesen, die Sachr durch Usucapion in unumschränktes Eigen-
thum zu erlangen. Diese Bedeutung des Ususfructs geht haupt-
sächlich noch daraus hervor, daß der Eigenthümer eines fun-
dus.provincialis selbst Servituten, und namentlich auch den
Ususfruct als Servitut gewahren kann (Cnjiis, II, §. Zrr. 1. z:
L. de serv. et* aqua.),*' zum deutlichen Beweise> daß sein
ususfructus mehr als ein blos dingliches Recht,-und gleichsam
der Jnnbegriff aller nutzbaren Rechte des in bonis -mit Aus-
nahme der Usueapion ist. Warum sollte man sich nun wegen
des fundus provincialis nicht der formula pedtoria bedient
haben ? — Nur leichthin bemerkt der Verft, daß das Recht'
an dem ager publicus' mit derw an fundi provinciales zusamt
men zu stellen sey, und dem Wesen nach ganz dasselbe war.
Und doch darf man nur ein einzige- Capitel der Rede Eicero's
contra Pullum (II. 21.) lesen, tun sich zu überzeugen, wie
verschieden die Verhältnisse des ager publicus und der fundi
privati in solo provinciali gewesen sind. Mitten in der Ab-
handlung (§. 4.) spricht der Verf. von der bonae fidei pos-

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