Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

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- Römisches Recht.
dem ersten Decret nichts Sicherndes erfolgte, so ward in die
Sache, abgesehen von der Person des Besitzers immittirt;^so
daß der', welcher damni intecti nomine klagt, um den Ei-
genthü'mer sich aus keine Weise zu kümmern hat (zu vergl. 1.4.
§. 6. 1.‘15; §. 20 ^23.'1. 59. §. i. v. dam. infect). Dessen
ungeachtet gesteht man dem'Vers, gerne Zu, daß für das Ju-
stinianeische'Recht allen den von der Usucapion handelnden
Stellen nur jene singuläre Beziehung gegeben werden dürfe.
Mein es sind den Compilatoren Fragmente entschlüpft, in wel-
chen das altere Verhalrniß mit klaren Worten bezeichnet ist.
Dahin gehört z. B. l. 15. h. 27. 0. eod. „Sed in vectigali
praedio, si municipes non caverint, dicendum est, domi-
nium, per longum tempus adquirl.“ Hier ist von einer
missio gegen die municipes, d. h. die eigentlichen Eigenthü-
mer des praedii vectigalis, und doch zugleich von Usucapion ^
die Rede! Fünftens unterdrückt Ref. ungerne den Wunsch,
daß der Vers, die bonorum possessiones, welche ein domi-
nium in bonis verleihen, mehr im Einzelnen dargestellt, und
auch daraus Rücksicht genommen haben möchte, in welchem
Verhaltniß der bonorum possessor zum Eigenthümer stehe.
Denn daß hierinn eine Verschiedenheit Statt fand, leuchtet
schon aus dem hervor, weil der possessor damni intecti no-
mine, ex secundo decreto, dem Eigenthümer nur ausseror-
dentlicher Weife weichen durste (I. 15. §. 22. U. ZZ. D. eod.);
während bei andern possessiones auch nach Ertheilung der
bonorum possessio eine unbeschrankte Vertheidigung mit vols
!er Wirksamkeit gestattet war (Cicero, proQuinct. cap. 6—8.
1- 33. K. 1. D. de reb. auct. jud. poss.). Ganz Aehnliches,
wie beiln damnum inkecMm, trat da ein, wo ein Sclave we-
gen einer noxa jussu Praetoris ductus est (1. 2. h. 1, D. si
ex caus. nox.) — lieber die Wirksamkeit der Erwerbungen ju-
ris gentium glaubt Nesi dem Versi allerdings insofern beistim-

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