Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 4 (1828))

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Römisches Recht.
Gegen Connanus, welcher „nec quidem" liest (d. k. vel
invito fructuario), ‘ unt) nisi burd) ^duntaxat" erklärt, wird
Folgendest erinnert. Ne-quiüem stehe ohne bieg öfter
fur nec quidem (?)* Daher bedürfe eS hier dieser Emendalion
nichts Allein -wer wird wohl die Worte: ne quidem cons.
timet, für .gleichbedeutend mit-: -invito etiam fruct, nehmen?
Ferner: weder ne quidem, noch nec quidem forme mit „con-
sentiente fructuario" .verbunden werden. Denn man finde
beide. Worte niemals beisammen; sondern das Wort, worauf
der Nachdruck beruhe > -stehe immer in der Mitte, also z. 23.'
ndj consentiente quidem iiuct. Der Hers. verbindet daher
so>?piopr. dominus^ ncquidern^ cons. fructuario^ serv. imp.
potest. Eben so- wenig stehe irgendwo „nisi" für nonnisi oder
duntaxat. Hier muß Ref. abermals als Philolog gegen, den
Verf. austreten. Ne. quidem kommt, selbst bei Cicero (z. B.
ud ^tttic. 2. 16. !. f.) ungetrennt vor —- freilich ineleganter.
Allein wie leicht entschlüpfen nicht auch unfern besten Schrift-
stellern Ineleganzen ähnlicher Art! Deßhalb dürfen wir nicht
gleich emendiren, wie dieß gleichwohl noch Lrnesti (Clavis Gic.
h. v.) in der Roth zugesteht, um nur seinen Cicero ganz ma-
kellos darzustellen. Sollte einmal im Laufe der Begebenheiten,
die deutsche Sprache untergehen, und ein fremder Völkerstamm
unsere classischen Schriftsteller cum notis variorum herausge-
ben, wie arg würde nicht da mit ihnen umgesprungen werden!.
Des Mornacus Emendation ^si quiäern" wird gleichfalls
verworfen (§. 5.), aus Gründen , die zum Theil wahr, zum
Theil falsch sind.^Ddnn wenn der Verf. sagt: siquidem kön-
ne nicht wir dem ablativus absolutus (für si quidem con-c
sentiat nsu5r.) stehen, so beruht dieß auf einem Irrthüm.
Mornacus nimmt den Satz .gewiß elliptisch ; d. h. er ergänzt
dei siquidem cons. fr. aus dem Folgenden „imponit". Dergl.

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