Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

Ls' -,:r MömischeS Recht.
Haupkeinwand ist, den er zu machen wußte, thetls weil die
Bemerkung auch eine vom Rcf. in seinem angef. Lehrbuche
ausgesprochene Ansicht^trifft.; GenSler behauptete nämlich in
der schon berührten Abhandlung: schon daraus, daß in den
R. Rechtsqüellen nicht gesagt sey: ,,der doli capax sep puber-
tati proximus“, sondern die Bezeichnung vielmehr umgekehrt
laute, gehe die Unrichtigkeit der Ansicht hervor, nach welcher
„pub. prox.“ keinen Altersabschnitt, sondern bloß jeden Zustand
individueller Reife, bei welchem Zurechenbarkeit angenommen
werden könne (das doli capax Seyn), bedeuten solle. — Die-
sen Beweisgrund hält der Vers. (p. 523) für ganz unbegrün-
det, indem^die Quellen in der Bezeichnung des in Frage stehen-
den Unterschieds zwischen der directen Benennung (pub. und in-
fantiae prox.) unb der indirecte« (doli capax est, non est)
wechseln- „ohne die von GenSler behauptete Rangordnung der
Bezeichnung auch nur entfernt zu beobachten/' DaS Erstere,
(das Wechseln in der Benennung) weist der Vers, zwar sehr
gut nach ; allein das Letztere („ohne re.) und die Behauptung,
daß TenslerS Grund unbegründbar sep, findet Res. nicht
bewiesen , und halt eS auch nicht für beweisbar. Es gebrau-
chen zwae die Claffiker, wenn sie die Zurechenbarkeit eines Un»
mündigen bejahen wollen, bald den Ausdruck pub. prox. bald
den „doli capax“ oder einen ähnlichen. Wahrend sie aber sehr
häufig (D. XL1V.?4. fr. 4. §. 26.) sagen, die Pupillen, wel-
che prope pubertatem sind, sind (ebendeßhalb) doli capa-
ces, ober: der proximus pubertati ist zurechnungsfähig (D. L. 17.
fr. in.) — sagen sie niemals: pubertati proximus bedeute
eben jeden (seiner individuellen Reise nach) doli.capacem, oder
der doli capax sey oder heiße pubertati proximus. Das Letz-
tere könnten sie aber nur sagen , wenn pubertati proximus
jeden, ohne Rücksicht auf sein Alter, nach seiner Individua-
lität zurechnungsfähigen Pupillen, jeden nach seiner Individua»

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