Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

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Handelsrecht. . . r
cepia tions versprechen bezieht 'sich Ref. auf das, was er
im Hand. R. §. 54», S. 43» ff. (s. auch schon §. ZZy, S. 4a6ff.)
auSgeführt hat. Daß ausser dem Wort ncceptä auch andre
gleich bestimmte Ausdrücke gebraucht werden können (p.'4o4),
wird zwar zuweilen gelaugnet, aber ohne allen Grund, denn
jede Form, welche den Willen des Acceptanten ganz unverkenn-
bar ausdrückt, muß zulaßig sehn (Hand. R. §. 334, S. 589.
390). Hr. P. billigt das Accepkiren außerhalb des Wech.
sels, sagt aber selbst in der Note, baß das Urtheil^deS, Kas-
fationshofS zu Paris vom »6. April 182z ihm entgegen stehe,
und Ref. glaubt, daß diese Entscheidung dem Geiste des Wcch-
selrechts mehr, als die Ansicht des Hrn. P., die übrigens
auch B. Dincenö hat, entspreche (Hand. R. §. 553, S.
385, Z3b). Hinsichtlich «ine» bedingten AcceptS (p. 409 ff.)
haben wir den Grundsatz: Bedingungen, die der Wechsel selbst
nichts ausspricht, kann dessen Inhaber nur für seine Per-
son dem Bezogenen erlauben, und sie äußern, sofern sie auf
die Zahlungsfähigkeit des Wechsels sich beziehen, nur zwischen
diesen beiden Personen Wirksamkeit, und unsre Gesetze
sagen, wenn der Inhaber sie zugcstehen wolle, so müsse er,
wegen Abweichung von der Wechselvorschrift, zuvor prvle-
st iren (Hand.R. §.338, S.4»7ff.). Daß der Bezogene sein
Accept vor Rückgabe des Wechsels an den Inhaber und bevor
dieser ihn in Umlauf gesetzt hat, gültig durchstreichen dürfe
(p. 4i8), können wir nur widersprechen, da der Acceptations-
vertrag bei uns, und wie es scheint, ganz im Geiste des Wech-
selrechtS, schon durch das Niederschreiben des AcceptS
perfect wird (Hand.R. §.34i, S. 44off.). Ref. kann, strenge
genommen, auch hier nicht zugeben, daß dem Rechtsverhält-
nisse zwischen dem Acceptanten und Aussteller durchgrei.
send ein Mandat zu Grunde liege (p. 419), die Grundsätze
des Römischen Rechte sind eben so wenig, als die Erfahrung

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