Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

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Vermischte Schriften.
an die berichtigteren Grundlagen einer solchen Berechnung, na-
mentlich SüßmilchS Tabellen, zu Hallen habe, was er je-
doch, als Regel ganz richtig verneint. — 9) Rechtsver-
' haltniß Verbannter. S. 569 ff. Einige Bemerkungen ge-
gen Feuerbachs Grundsatz, daß an solchen kein Verbrechen
begangen werden könne, weil nur Personen, welche im Schutze
des Staates stehen, Gegenstand eines Verbrechens sehn könn-
ten. — 10. Dom Stehen vor Gericht. S. 572 ff. Um-
schreibung der Worte Ev. Ottv's: in summa, stare est a-
gentis, sedere judicantis. — 11. Ueber stillschweigen-
de Erlassung der Schuld von Seiten des einen Ehe-
gatten.gegen den andern. S. 574 ff. Zum Schluffe hat
sich dcrVerf. hier noch über eine Ansicht ausgesprochen, die
zwar der gemeinen Meinung und einem sehr verbreiteten Ge-
richtsgebrauche entgegen ist, von deren Richtigkeit gleichwohl
Rec. sich vollkommen überzeugt findet. ES ist hier die Rede
von der aus der ehelichen Beiwohnung zu folgernden stillschwei-
genden Verzeihung des von dem anderen Ehegatten bcgangc-
nen Ehebruchs. Unzweifelhaft ist es, -daß dieser Folgerung,
welche die alleren Practikcr sogar zu einer Praesumtio juris
et de jure erhoben haben, keine gesetzliche Bestimmung zur
Seite stehe, indem die l. 13. §. 9. D. ad l. Jal, de. adult.,
wie von dem Verf. gezeigt worden, gar nicht hieher gehört,
und die beiden Stellen des kanonischen Rechts, worauf man
hauptsächlich jenen Grundsatz stützt, die eine nur von einer
Wiederversöhnung (reconciliatio) im Allgemeinen, die andere
ganz bestimmt von einer ausdrücklichen Verzichtleistung, reden.
Ohne aber durch gesetzliche Verfügungen in der rechtlichen Be-
urtheilung beschrankt zu seyn, scheint diese gar . nicht anders
auSfallm zu können, als daß, da vor einer wirklich erfolgten
Ehescheidung die wechselseitigen Rechte und Pflichten beider
Ehegatten unverändert fortdauern, die Vornahme oder Zulas-

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