Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

G esterding, Ausbeute v. Nachforschungen. Bd. I. 4ry
Entscheidung des Oberappellationsgerichts zu Parchim (bey
Neitelblatt) veranlaßt.ihn, hier jenen Satz noch weiter zu
begründen, vorzüglich auch durch die I. 6. E>. de donat., in
welcher der Satz: <^uasi traditio facta videtur, cum eximi-
tur domini voluntate namentlich auf Arbores caesae vel
demptae angewendet wird. In der Thal sind auch die in
dem erwähnten Rechtsfalle vorgetragenen Zwcifclsgründe so
stark, daß man sie nicht wohl durch den einzigen dagegen ge-
richteten Entfcheidungsgrund, daß ohne Tradition der Käufer
die angeschlagenen Baume auf dem Boden des Verkäufers
nicht habe fällen lassen können, mithin durch die Veranschla-
gung mit dem Waldhammer eine wirkliche Tradition verab«
sichtigt worden sep, für widerlegt halten kann; indessen scheint
auch das O.A. Gericht besonderes Gewicht auf die conercten
Verhältnisse gelegt zu haben. — 7) Qui excipit, non fa-
tetur. 357 ff. Der Vers., unbekannt, w.ic es scheint, mit
der sehr gründliche» Ausführung von Linde (Ablh. I, i.), die
kaum noch etwas Neues zu sagen übrig laßt, vertheidigt hier
gegen Gönner (und Grolman) die unbedingte Anwendbar,
keit jenes Satzes, zu dem auch Martin und Reinharth
sich bekennen. Jedenfalls, dürfte aus der in dem J.R.A. so
bestimmt enthaltenen Vorschrift einer speciellen Litiscontestatio»,
im Falle der Unterlassung derselben, eine richterliche Anweisung
dazu, welche schon das Cap. a. de lit. cont. in 6to an Hand
giebt, allenfalls mit Androhung materieller Präjudizien, zu
rechtfertigen scyn. (H es ft er Proc. S. 345.) Damit stimmt
«uch dir Praxis des Oberappcllationsgericht zu Cassel überein.
— 8. Ulpian über Wahrscheinlichkeit der Lebens,
dauer. S. 264 ff. Der Vers, zeigt die Verschiedenheit der
Vecechnungswcise Ul pians und Macers in der l. 6g. pr.
D. ad l.falcid., und prüft kurz die Frage, ob man sich ge.
genwärtig, mit Hintansetzung dieser gesetzlichen Bestimmung,
Krit. Zeitschr. IV. 3. 7

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