Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

4°8 Dcrnijschti Schriften.
nr. IV, schon anderwärts (iin Archiv f. civil. Prax. VI, iZ.)
erschienen, hier jedoch wesentlich verändert und erweitert ist.
Ehe Rec. zur speciellen Beurtheilung derselben übergehet, muß
er noch über den Styl des Vers, bemerken, daß, wenn gleich
eine etwas launige Schreibart auch im juristischen Fache gewiß
nicht zu tadeln ist, doch solche Wendungen: „wie Schulting!
— wenig sagst Du!", oder „der gute Lepser! hier war er
nicht vor die ted)te Schmiede gegangen!" mit dem Ernste des
wissenschaftlichen Vortrags nicht ganz verträglich seyn möchten.
Warum aber der Verf., nachdem er über MeviuS undLey-
fer, die ihr wohlbegründetcS Ansehn nicht leicht verlieren wür-
den, ein so günstiges.Uriheil gefällt hat, Lauterbach gerade»
zu einen unberühmten Nechtsgelchrten nennt, begreift man
nicht recht. — I. Zur Lehre vom Schadensersatz,
l) Ucber das Lucrum intei’ceptum S. 5 ff. Der
Hauptgrundsatz, welcher durch die hier gelieferten Bemerk»»,
gen vorbereitet begründet werden soll, nämlich, daß iin Falle
der Leistung des Interesses der dem Beschädigten angeblich ent«
gangene Geivinn in der Regel nur dann zu vergüten sev, wenn
die Entbehrung desselben eine unmittelbare Folge der »viderrecht-
lichen Handlung des Anderen war, und, ohne diese, nur durch
das Eintreten ausserordentlicher, geivöhnlich nicht vorauszu-
setzender, Ereignisse vereitelt »vordcn ftpn »vürde, —. dieser
Satz ist ohne Zweifel vollkommen richtig, und' hat vor einer
ähnlichen Bestimmung Thibaut's und Schweppe'ö den
Vorzug, daß hierin das allzubeschränkende Merkmal einer noth-
wendigen Folge der widerrechtlichen Handlung ausgenommen
ist, indem es dabei doch nur auf den regelmäßigen Erfolg der
Begebenheiten, ohne Rücksicht auf die Möglichkeit einer zu,
fälligen anderen Wendung, ankommt. Gerade in dieser Be-
ziehung ist e« denn aber von vorzüglicher practijcher Wichtig-
keit, jenen Grundsatz nur als die Regel der rechtlichen Ent«

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