Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

11 epp, interpr. L. 2. §. 5. v. de 0. J. 343
gende Varianten aus HSSz auetoritatern— auctoritate;
necessariam — et necessariam — necessariamque; dispu-
tationem — disputatione — e disputione — esse disputa-
tionem* Die Wahl, die der Vers. darunter getroffen, ist, wie
aus seinen angeführten Äußerungen hervorgeht, eine zufällige,
weder von einer bestimmten Meinung über den relativen Werth
der Codices, noch von einer sorgfältigen Prüfung der inneren
Glaubwürdigkeit der Lesearten geleitete. Sollte sie also gleich für
die richtige erkannt werden, so ist sie doch nicht genügend begründet.
— Einen Mangel an Correctheit seiner Ansichten über die Bildung
des PandektentexteS in unsern Ausgaben zeigt auch die Bemer-
kung p. 2: die Worte der lectio, die unser Vers, vulgata
nennt Awaren dem-Charondas unklar vorgekommen, und
deßhalb hatte er aus einem Mspte e disputatione restitu irt;
wahrend doch Charondas sich überall nicht die Vulgata, son-
dern die Florentina zum Vorbilde genommen, und die Lesart
auch nicht in den Text restituirt, sondern nur am Ncnde
angemerkt hat.
Die Erklärung des Vers, stimmt dem Sinne nach mit
der des Goveanus, die im i6ten und i7ten Jahrh. die herr-
schende war, überein, obgleich sie auf etwas andrem Wege
zum Ziele gelangt. Goveanus befolgte im Allgemeinen die
von unserm Verf. gebilligte Lesart, ausgenommen, daß er
die beiden letzten Accusative in Nominative verwandelt. Ut
naturaliter evenire solet, ut interpretatio desideraret pru-
dentium auctoritatem ist alsdann eine Parenthese. Ebenso
unser Verf. Statt indeß die Accusative in Nominative zu ver«
wandeln, meint er, der Autor habe über den langen Zwischen-
satz den Gang der Construction vergessen, und in der Meinung,
diese erfordere Accusative, solche statt der Nominative geschrie-
ben, also statt deö wirklich voraufgehenden coepit ein intel-
lexerunt oder dergleichen im Sinne gehabt. Es liegt am Tage,

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