Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

Hermann, Anl.i-Abfaff.d.Vertheid.Schristenf.'peinl.Angesch. 255
Rechtswissenschaft eigentlich die Bahn gebrochen und zuerst ei-
nem wesentlichen Bedürfnisse völlig befriedigend abgcholfen habe.
Ref. stimmt völlig der Aeußcrung Gerstäcker'ö (in s. Anweis,
zur zweckmaß. Abfaff. der gerichtl. VertheidigungSschriflen rc.
Leipz. 1822. I. Bb. Vorr. S. XIV.), welche den Sohn deS
Berf. vorzüglich zur neuen Ausgabe ermunterte (S. Vlll.),
bei, daß nämlich durch das sehr verdienstvolle Mittermaier-
sche Werk (Anl. zur Vertheidigungskunst rc. 2te Aufl. Landsh.
1820.) das vorliegende-„weder verdunkelt, noch entbehrlich ge«
macht worden sei", insofern nämlich dem Vers, immer das
Verdienst bleibt, der erste gewesen zu sein, welcher eine voll-
ständige Anleitung zur Abfassung der Vertheidigungßschriftcn
bearbeitet hat, aus der auch Mittermaier bei seiner Arbeit
sichtlich geschöpft hattewas jedoch das Entbehrlichmachen be-
trifft, so dürfte dieses nach des Ref. Dafürhalten wohl nur
auf die Sächsischen Rechtsgelehrten, für welche das Buch, da
es durchgehende auf das Sächsische Recht Rücksicht nimmt,
ursprünglich und zunächst berechnet war, zu beschranken sein.
Denn ausser Sachsen und den Landern, in welchen Sächsisches
Recht mehr oder weniger gilt, wird ein Vertheidiger bei dem
Besitze des Mittermaier'schen Werkes das Hermann'sche
gewiß nicht mehr vermissen, indem er in jenem dem Wesen
nach, und wenn man vom Sächsischen Rechte.absieht, nicht
nur alles, was dieses enthalt, sondern auch gar viel Anderes,
wa« er in diesem vergeblich sucht (der Plan war in diesem
nicht so umfassend angelegt s. §.?.), in einer gefalligern Spra-
che und durchaus wisscnschaftlichern Form findet. Besonders
wird in Mittermaie r's Werke der Defensor darüber so treff-
lich belehrt und diese» ihm durch die in den Noten angeführten
Beispiele recht anschaulich gemacht, wie er die streitigen Lehren
des Criminalrechtes und CriminalprocesseS, so wie der gericht-
lichen Arzneiwissenschaft, bei der Abfassung der VertheidigungS-
Krit. Jeitfchr. IV. r. 6

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