Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

Ilauw, Ällard, Renynghe, Moyson, Vcrzyl, Disscrt. 239
erfolgen, wenn der Vormund nur nicht parcns oder patro-
nus des Mündels war. — Gap. 4 (S. 12 fg.): a quibus re-
moveantur tutores, vel quis possit tutorem suspectum fa-
cere. Die Anklage des Vormundes ist.eine quasi-publica —
denn sie ist nicht publica. Das Gap. 5. hat die wichtige Frage
zum Gegenstände: ex quibus causis tutores et curatores re-
moveantur? Ganz übergangen hat der Verf. den bekannten
Streitpunkt: obschon die culpa levis, und wie die mehrsten
Aelteren weiter unterscheiden, selbst die culpa levissima zur
Remotion berechtige? Ueberhaupt ist hier weder von dolus
noch culpa die Rede, sondern es wird nur unterscheiden zwi-.
schen tutores suspecti (qui non ex fide tutelam vel cu-
ram gerunt), und q u a s i - s u specti (qui moribus tales
sunt, ut non ex fide gesturi praesumantur), gleichviel ob
sie schon die Administration übernommen, oder gar nicht zu
derselben zugelassen werden sollen; insbesondere, wenn der Vor-
mund schon einmal von einer andern Tutel removirt worden
sep, L. 3. §. 8. D. h. t. Nur auf die tutores suspecti be-
ziehe sich die L. 4. §.4. qui -nihil gesserunt, non possunt
suspecti removeri, wobei also vorauszusetzeu, daß sie nicht
einmal quasi-suspecti sepen. Statt zwischen dolus und cul-
pa zu unterscheiden, laßt der Verf. wegen, derj Worte: et ge-
neraliter si qua justa causa"Praetorem moverit (L. 3.
§. 12. h. t.). Alles vom Ermessen des Richters abhangen; ohne
zurrwagen, daß diese, wie schon die vorhergehenden Worte
(si tutor inimicus pupillo parentibusve ejus sit) lehren
nur auf; Den Fall zy beziehen sind, wo der Vormund quasi-
suspectus ist, d. h. nondum male gessit; womit also die
Streitfrage, ob schon die culpa levis in der Administration zur
Remotion ausreiche, auf keine Weise abgeschnitten wird. — Im
Gap. 6. de effectu hujus accusationis entscheidet der Verf.
(S. 18) die Frage: ob auch der wegen culpa lata Nemovirte
Krit. Zeitschr. IV. 2. 5

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