Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 4 (1828))

Bischofs, anthropol. Propädeutik. 179
nig irgend eine Beziehung der Lehren seiner Propädeutik zur
Rechtswissenschaft heraushebt, oder von der Rücksicht dieser
Beziehung in der Auswahl deö Gegebenen sich leiten laßt, daß
er eben so gut auf den Titel des Buchs halte schreiben kön»
neu: zum Studio der Pastoralmedizin für Gottesgelahrl-
heit'Beflisiene, oder anders. Unser zweiter hauptsächlicher
Tadel rrifft die schwülstige Schreibart, die für eine GeburtS,
tagsrede vielleicht weniger unpassend wäre, als für ein Com,
pendium.
Wir bemerken schließlich über den Inhalt der Schrift, der
im Ganzen allerdings dem Laien eine freie Ucbersicht über die
Körper- und Seelen-Lehre des Menschen gewähren kann, und
i. rher bei Manchem Interesse wecken mag, daß die Einleitung
über die Bedeutung und das Erforderniß der gerichtlichen Me»
dicin, als wesentlichen Bestandtheils rechtSwiffenfchaftlicher Stu,
dien, spricht, der erste Abschnitt in neun Kapiteln das zur
Lehre vom belebten Leibe des Menschen Gehörige, nämlich das
Knochengebäude, das Muskelsystem, daß System der Häute,
der Blut - und cinsaugcnden Gefaste, das Nervensystem mit
den Organen des äußeren Sinnes, das pneumonische, das
Verdauung?,, das Harn«, und das Genital,System, der
zweite Abschnitt aber die Propädeutik zur Lehre vom Seclcn,
Leben des Menschen behandelt. Als Probe der Schreibart des
Verf. wählen wir irgend einen der kürzern Sätze der'Einlei-
tung: „Die gerichtliche Mediciu ist sonach, in ihrem inner»
stcn Weser: er - und begriffen, ideelle, auch in Beziehung auf
ein Aeußeres negativ zu nennende, Darstellung der Idee der
Gesundheit: und wenn der Beruf des heilenden Arztes, seinem
Wesen nach, ja gleichfalls nur darauf zurücklänft, daß er, im
Gegensätze der Krankheit, und in einer wahren Rückbildung
(Reconstruction) derselben, als wahrhaft im lebendigen Leben
bildender Künstler, die Nee der Gesundheit herstclle und ver-

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