Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 4 (1828))

Bemerkungen üb. 956. III, H. r. @.254. d. Zeitschr. 173
rechtigungen auf jeden Tag oder auf alten,, tertio, quarto,
quinto quoque die. Der Frager nennt tertio q. d., ebenso
hätte er quinto q,d. nennen können, und meint, der Prätvr
Verlange Ausübung alternis diebus, hinter welchen Worten wohl
ein Fragzcichen stehen muß. Ulpian entscheidet, daß gar nicht-
daran liege, qualem aquaeductum habens duxerit. Es würde
aber auch, wenn man die allein bedenklichen Worte id est (idem
si) alternis diebus schon zu der Antwort ziehen wollte, keine
Gleichstellung von tertio quoquejdie und alternis diebus
daraus hervorgehen.
Diebus tertiis bei Gellius 9, 14. unterscheidet sich
Von tertio quoque die, wie unser den dritten Tag
von jeden dritten Tag. Eben darum gehört die tertiana
kebris oder der tqitccIoq nvgerog nicht hierher, und des
Facciolati Definition ist nicht unlateinisch, nur unrichtig; quae
altero quoque die recurrit hatte er sagen sollen. Die Tertiana
kehrt am fünften Tag zum zweitenmal wieder, wer tertio
quoque die zum zweitenmal Acpfel lesen will, muß den sie-
benten erwarten.
Meine Vermuthung, daß der Garteneigenthümcr für sich
habe behalten dürfen, was an beiden dem Baumeigenthümer
verbotnen Tagen abfiel, kann ich freilich nicht aus dem röm.
Recht beweisen, und sie ist mir seitdem selbst weniger wahr-
scheinlich geworden.
Bestimmungen des deutschen Rechts vom Ueberfall hatte ich
au» einer Heiligung des Zufalls gesucht zu erklären; in den
deutschen Altcrthümern kommen wirklich Motive genug vor, die
man Zufall oder vielleicht anders benennen kann. Ich verdenke
eö aber niemanden, wenn er diese Deutung seltsam findet. Hr.
Gau pp nimmt hier eine andere Heiligung an, die der Were
nämlich, wie auch der Recensent meines Aufsatzes (Heidelb.
Iahrb. 182Z. I, 106.) gethan hat, und ich gestehe, daß mir

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