Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 4 (1828))

i?r Gegen-Vemerku ngcn.
da über die Sache der Calender keinen Zweifel laßt, für quarto
quovis anno diem intercalamus zu sagen quinto quoque an-
no ! sicher nicht, denn Sueton sagt ja von Julius Casar
(cap, 40): annum ad cursum solis accommodavit ut 365 die-
rum esset et intercalario mense sublato unus dies quarto
quoque anno intercalaretur. Folglich heißt auch tertio quo-
que die nichts anders als, es bleiben zwei ganze unberührte
Tage dazwischen, Metellus tertio quoque verbo orationis
suae me appellabat (Cie. epist. ad div. 5, 2.), nichts anders
als, bei zwei Worten that ers nicht; und Prometheu- hatte zwei
volle Tage Ruhe vor dem zerfleischenden Adler: jam tertio me
quoque funesto die . . . pastu dilaniat fero (Cic. tuse. disp.
2» 10.); könnten wir den Pr. Ivo^uvog des Aeschplus verglei-
chen, so würde eS vielleicht noch aus andern Umstanden hervor-
gehen. Um noch etwas aus andern Sprachen, und alle haben
dieselbe Logik, anzuführen, die altnordische verwendet ihr Pro-'
nomen bverr wie die lateinische ihr quisque, Kverja Ina ni-
undu nött (Niala cap. 124«) drückt aus, was nona quaque
nocte und von dem eddischen Goldring Draupnir ist bekannt,
daß jede neunte Nacht acht gleichschwere von ihm tropften:
bina niundu hverju nött drupu af honum vm gullrin-
gar iafnhöfgir? Snorra edda p. 66; offenbar für jede der da-
zwischenliegenden acht Nachte einer, so daß man hier wiederum
nicht blos sieben Nachte als Interstitium annehmen-darf.
Wie aus Dig. XLIII. 20, r, 22. Identität von altero quo-
que die und tertio quoque die folgen soll, sehe ich nicht; ob-
wohl die Stelle etwas unklares hat. Der Prator will jeden bei
der Wasserleitung schützen, der sie das Jahr über ausgeübt hat.
Daß diese Ausübung nicht täglich, sondern einmal, nur einen
Tag oder eine Nacht zu erfolgen brauchte, sagt 20, Z. Nun
aber war Zweifel entsprungen, ob dieses una die ducere von
jeder Berechtigung zu Wasserleitung gelte, es gab nämlich Be-

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