Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

lio Teutschc Rechtsgeschichte.
Nef. nicht einzusehcn, und er sieht, darinn gerade eine - aus-
drückliche Hinweisung. Allein wenn auch dieses Verhältnis
(womit auch die damit zusammenhängende Benennung fiele)
nur auf einem Jrrthum beruhen sollte, denn die Aimal. Ber-
tin. ad ann. 876. (b. Pertz p. 498.) sagen bestimmt: ,,Ln-
„sone Duce ipslus terrae constituto^: so könnte ihn doch
Nhegino König aus einem andern Grunde genannt haben,
indem Bo so spater,- nach denselben Annalen (ad ann. 879.
bei Pertz p. 512.) auf Antrieb seiner stolzen Gemahlin „quae
„nolle vivere se. dicebat, si filia imperatoris Italiae et de-
„sponsata imperatoris Graeciae maritum suum regem non
„faceret“ Burgund in Besitz nahm und sich (auf usurpirte
Weise) wirklich zum König von Burgund krönen ließ.
Was war natürlicher, als daß ihn der spatere Annalist auch
König nannte, um so mehr als er wirklich im Besitze des
Königreichs blieb und nachher sogar Von der Kaiser.Dynastie
das Königreich Burgund als rechtmäßiges Besitzthum seines
Hauses anerkannt wurde! Allein folgt daraus die Analogie der
herzoglichen mit der königlichen Gewalt? Zudem macht der
Vcrf. selbst (S. 2.) auf das Gefährliche des SchließenS aus
Namen aufmerksam.
Das zweite Beispiel ist die Ernennung Arnulphs, des
unehelichen Sohns Karlmann's, zum Herzoge von Karn-
then. Schon sein Vater hatte ihm dieses Herzoglhum gege-
ben, und Ludwig der Jüngere bestätigte ihn, nach dem
Tode des Ersteren (880), in seinem Besitze. Allein weiter ist
auch gar nichts bei dem Dcrf. noch bei Nhegino, nach dem
dieser erzählt, gesagt; kein Wort, daß Arnulph königliche
Gewalt in seinem Kärnthen gehabt habe, noch daß er nur (vor
seiner nachherigen Thronbesteigung) König genannt worden
Ware. Das dritte Beispiel ist die Uebertragung des Elsaßes,
als Herzogthum, an Hugo» den unehelichen oder eigentlich

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