Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

IOO

Wcchselrecht,

ist, halten, auch dann, wenn im Wechsel selbst zweimal die
Summe notirt sepn sollte, denn bei dieser Art der Bezeichnung
ist an einen Jrrthum oder vielmehr an eine Verfälschung kaum
zu denken, das gemeinrechtliche und dänische Princip aber will-,
kührlich und einseilig. Der g. 9. beurthcilt ausländische Wech-
sel nach den Gesetzen ihres Ausstellungsplatzes- doch sollen die
dänischen Gesetze entscheiden, wenn zwei Dänen im Auslande
rin Wcchselgeschäst geschlossen haben; die Regel „locus regit
actum‘c ist vollkommen tichtig, allein wenn eine W.O. sich in
ihrer Vorschrift über Collision der Wechselgesetze auf
sie allein stützt, so wird sie vor Lücken nicht geschützt bleiben;
dieser höchst wichtige und schwierige Punct will allseitig be-
leuchtet und so scharf, wie thunlich, begrenzt sepn (vergl. B e n«
der'S Handl. Recht, Bd. II. §. 448, Nro. 4.). §. 12 ff. han-
deln vom Giro; sehr treffend wird das Älancogiro in
dem Sinne gestattet, daß jeder Inhaber als Eigenthümer des
so girirtew Wechsels ohne Einspruch zu betrachten ist, ferner
als Kennzeichen des vollständigen Giro die Valutabescheinigung
betrachtet, und, wenn nicht angegeben worden^ ob Valuta baar
gezahlt oder in Rechnung gestellt wurde, für Contentzahlung
vermuthet. Der Commissionär, der für seinen Committenten
Wechsel kauft und sie an ihn formrichtig girirt, wird (§. 14,)
zwar nicht dessen, wohl aber aller späteren Inhaber Wechsel,
schuldner, seines Mandanten ausnahmsweise auch, wenn er
ihm dei credere stehet — eine, wie Rec. meint, sehr zweck-
dienliche Vorschrift, die den Credit des Wechftlverkchrs erheb-
lich fördern kann. §. 1,7. schreibt sehr gut vor, auf einer bla-
sen Copey müsse, wenn sie in Giro gesetzt werden solle, ange-
geben werde», wie weit sie Copep sey und wo die Ori»
ginalgiri beginnen, eine Einrichtung, die man zwar bep
un» namentlich langst in Uebung hat, gewöhnlich aber nur als
Usance. Die Vorschrift des §. 20, der Deposttar der Prima

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer