Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

. Keller, üb. Litiscontest. und Urtheil. 85
wenn gleich vielleicht in anderer Weise das eine Klagrecht
bas andere ausschließt. Das Gegentheil behauptet der Vers.,
er sicht nur auf Identität der Forderung, und führt dafür meh»
rere Stellen an.
1) L. 5. D de exc. rei jud. abgedruckt S. no. Notes,
in welcher er selbst eine Spur der sonst in Iustinians Compila-
tion vertilgten exceptio rei in judicium deductae zu sinken
glaubt. Allein es ist mir nicht zweifelhaft, daß darin über,
Haupt weder von der exceptio rei judicatae noch von der ex-
ceptio rei in judicium deductae die Rede ist, sondern von
dem Umfang der cautio judicio sisti oder des Dadimoniumö,
wodurch der Beklagte in einem zweiten Termin jedoch noch vor
der L. C. iu jure zu erscheinen versprach. Der Beklagte kann
daraus belangt werden, weil er nicht erschienen ist, auch dann,
wenn der Klager eine andere Formel, als die er im ersten Ter-
min edirte, gewählt hat; wenn er nur denselben Anspruch gel-
tend macht, de eadem re klagt. Der Vers, scheint aus der
Erwähnung der cautio judicio sisti zu schließen, daß die L. C.
als geschehen vorausgesetzt werde. Allein eS verhält sich damit
gerade so, wie mit der von ihm richtig erklärten L. 10. §. 2. D.
si quls Laut. Nach der L. C. konnte von actionem mutare
nicht mehr die Rede sepn. Auch heißt es nur: mandati actu-
rus; er wollte mit der actio maudati klagen, klagte dann aber
mit der actio negotiorum gestorum oder condictio certi.
Die Beziehung auf das Vadimonium, die in der Stelle selbst
ausgedrückt ist, bestätigt übrigen« was wir sonst von Ulpians
lib. 74. ad Edictum wissen, vergl. Hommelö Palingencsie.
In dem Titel de exceptione re! judicatae aber ist die Stelle
mit Unrecht ausgenommen.
2) JL. 38. §. 1. D. pro socio S. 242. Note 3. Altera
actione alteram tolli bezeichnet hier offenbar die Aufhebung
der zweiten Klage durch die mit der ersten erlangten Bcfriedi-

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