Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

Criminalrecht.

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Der Abdruck solcher RcchtSfälle- die wirkliches Interesse^
ftp eS durch die Umstande der That, oder die dabei zur Sprache
kommenden Rechtsfragen haben, ihrem ganzen Umfange nach-
wird begreiflicherweise durch die vorgeschlagene Maßregel nicht
ausgeschlossen. — Auch kann ihr der Umstand nicht eulgegen-
stehen, daß die Nennung der Namen der Derurthcilten Man»
chen unerlaubt erscheinen kann, da, wenn es verlangt würde-
nur die Anfangs- oder Endbuchstaben der Namen genannt wer-
den würden, (wie dieses ja auch bei Pfister und an vielen
andern Orten geschehen und ganz gewöhnlich istH
Ware diese Uebersicht der deutschen Strafrechtspflege von
1815 bis 1827 geschloffen, so würden zweckmäßige Repertorien
und Nachweisungen die Benutzung der hierher gehörenden Hefte
dieser Annalen erleichtern und dem practischen Gebrauche mög-
lichst accommodircn. Ein ähnliches Repertorium könnte dann
von Zeit zu Zeit über den fortlaufenden Nachtrag geliefert
werden.
Die Franzosen und Engländer pflegen uns häufig vorzu-
werfen, daß wir erstens kein Geschick zu irgend einer großen
practischen Maßregel, und zweitens- als Deutsche, keinen Gc»
meingcist besäßen. Hier wäre eine Gelegenheit Vorhaut en-
beide Anschuldigungen durch die That zu widerlegen, zugleich
aber das gemeine deutsche Strafrecht vom völligen Untergänge
zu retten*
Criminal-Director Hitzig in Berlin.-

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