Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

Strafrecht.

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lern, welche Söhne auf den Universitäten haben, von der qual-
vollsten Sorge befreit, wieder ruhig schlagen können" (S.V—
VIII.). Gewiß wird dem Vers, jeder Freund der Studirenden
und der achten humanen Bildung für diese Mittheilung danken
und in seinen menschenfreundlichen Wunsch einstimmen!
. Die Schrift zerfallt in 7 Abschnitte: I. „Ueber die Ent-
stehung und Ausbildung des Zweikampfes über-
haupt" S. 1 —il. Der Vers, geht in dieser, geschichtlich
nicht tief eingehenden Ausführung von einem, dem Menschen
angebornen „jns kortlorlo" ans, dessen wir uns „in dem all-
gemeinen gesellschaftlichen Zustande, in welchem die Menschen
auf der Erde-- vor aller besondern bürgerlichen Verbin.
düng Zusammenleben, — --zur Geltendmachung unserer Un-
abhängigkeit (Freiheit) und aller darin enthaltenen Rechtsame"
bedienen dürften, und nennt dieses „angeborne Recht der
Selbsthülfe" auch den „natürlichen Zweikampf," welcher
erst durch Convention -oder Verabredung, die aber nur die
Frucht eines nähern gesellschaftlichen Verhältnisses styn könne,
„eine formelle Ausbildung" erhalte. — Es ist hier nicht der
Ort, über des Verf.'s langst bekannte Ansicht vom Naturstande,
der ihm der allgemeine gesellschaftliche Zustand der Men-
schen ist, zu rechten, da Res. seine hiervon abweichende An-
sicht vom Naturstande ebenfalls schon an einem andern Orte
ausgesprochen hat.— „Dieser conventionelle Zweikampf
sey nun entweder vom Staate selbst angeordnet (wie
der gerichtliche Zweikampf und der Krieg, den der Derf.
das „natürliche Faustrecht" nennt), oder nur von ein-
zelnen Standen desselben eigenmächtig angenommen,"
wie dieses von der Ritterschaft im Mittelalter geschehen sep.
Er sucht nun zu zeigen, wie der Zweikampf bei der Ritter-
schaft zuerst alö Fehberecht bestand, und als die Fehden thcils
durch strenge Verbote, theils durch Herstellung einer bessern

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