Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

Lkndelof, d. Rcichsglschichte. Zy
nen. Die tiefe begeisterte Liebe, womit sich neuerdings eine
Menge der edelsten Kräfte zur Erforschung deS großartigen
alt-Germanischen Rechtslebens hingewendet hat, ist für den
Freund deS Vaterlandes eine wahrhaft beglückende Erscheinung,
und Jedermann weiß, wie außerordentlich viel die Deutsche
Rechtsgeschichle durch Männer, wie Eichhorn) Montag,
von Savignp, Maurer, Rogge, Hüllmnnn; auch Hi-
storiker, wie von Raumer u. A. in den letzten Decennicn
gewonnen hat. Dennoch sind wir auf diesem unermeßlichen
Gebiete noch nicht so weit, um unser Augenmerk bkos dahin zu
richten; wie wir langst ausgemachte Wahrheiten in die paffend,
ste Form, in den schicklichsten Zusammenhang bringen'wollen;
Vielmehr kommt cs noch immer darauf an,'neue Wahrheiten
zu finden und wissenschaftlich zu begründen;'- aber dazu wird
freilich als unerläßliche Bedingung ein gründliches. Vielseitiges
Quellenstudium erfordert. Eine Schrift , wie dir des Vers.,
kann wenigstens sehr leicht gerade dadurch nachtheilig wirken,
daß fie sehr Vieles als ziemlich sicheres Resultat gleichsam cin-
schwarjk, was kcineSwegcs als solches angesehen werden kann.
Bei Eichhorn finden wir neben de» Resultaten auch die Stu.
dien, welche zu denselben geführt haben, und es gehört schon
eine tiefe Einsicht dazu, um die Beziehung zwischen beide» ge-
hörig beurthcilen'zu können; in vorliegender Schrift begegnen
uns fast ausschließlich nur Resultate, und selbst wer gar nichts
von Deutscher Nechls'geschichte versteht und in den profunden
Eichhorn gar nicht einzudringen vermag, wirft sich einem
Führer in die Arme, welcher daß Talent besitzt, den Lcstr mit
Vermeidung aller dornigen, cngvcrschlungenen Pfade über die
glatte Oberfläche der Dinge leicht hinwegzuleiten, die eigentli.
chen Schwierigkeiten aber den Blicken des Unkundigen ganzlich
zu entziehen.
Nach dem Titel der Schrift hatte man zu erwarten', daß

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