Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

Vraunmühl und Stephani üb. Duelle. z8y
keine Regierung erringen wird, weil noch keine auf den richti-
gen Gesichtspunkt gekommen ist.
Die nähere Angabe des Inhaltes mag dieses allgemeine
Urlhcil bestangen. Nach einer Vorrede (S. Z —6.), wornach
der Verf. die Absicht hat, seinem Gegenstände „einige neue
Ansichten abzugcwinnen," die aber Rcf. nirgends finden konnte,
und worin der Verf. wohl ohne Noth besorgt, daß man seine
Arbeit „als das Werk eines Ultra-Liberalen verrufen — oder
als das Werk eines politischen Frömmlers (?) verhöhnen"
werde, folgt eine Einleitung^ (S. 7—12.), worin der Vers,
sein Vorhaben, in einem allgemeinen Thcile den Zweikampf
überhaupt, und in einem besonder», die baicrischcn Gesetze über
dcnsetben, unter besonderer Berücksichtigung der Studlrenden
und der bei dem Militär bestehenden Ehrengerichte, zu behan-
deln, ziemlich weitschweifig in zum Theil wunderlich verbun-
denen, zum Theil unlogischen Sätzen ankündiget. — In dem
NU» folgenden allgemeinen Theile handelt der Verf. zuerst
(S. 15—22.) von dem Ursprünge der Duelle, welche
im heutigen Sinne den Griechen und Römern unbekannt, und
eine rechtlose Nachbildung der Ordalicn, in jener Zeit entstan-
den sehen, „in welcher bereits das Gesetz, wenigst über den
großen Haufen und über die Besseren seine Rechte übte; —
wo nur Privilegirtc sich schämten, dem Gesetze zu gehorchen,
ihre Unbildcnklage vor dem Richter anzubringen, den Gang
der unbefangenen Untersuchung des für und wider ruhig ab-
zuwarten und sich auf diesem Wege Gcnugthuung zu verschaf-
fen" (S. 16.). Des Derf.'s Darstellung von dem Ursprünge
des Zweikampfes ist höchst oberflächlich und unvollständig.
Nirgends wird zwischen dem gerichtlichen, und dem außerge-
richtlichen Zweikampfe gehörig unterschieden. Vergeblich sucht
man bei dem Verf. Aufklärung darüber, wie der jetzt noch üb-
liche Zweikampf aus dem Ritterthume, aus dem Geiste der

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