Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

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Puchta, das Gewohnheitsrecht. Thl.I.
darüber ausführlich (S. iy4—206), und fahrt dann fort zu
zeigen, wie sich diesen Einflüßen gemäß die neueren Theorien
über das Gewohnheitsrecht gestaltet haben (S. 206 — 2*5.).
Die philosophischen Ansichten des Derf.'s, welche gelegen-
heillich zum Vorschein kommen, würden dem Unterzeichneten
manche Gelegenheit zu Gegenbemerkungen geben: er übergeht
sie aber, weil er nicht glaubt, daß solche Nebenpunkte einen
Gegenstand der Beurtheilnng ausmachen dürfen. Wenn der
Vers, in Beziehung auf die Hypothese, welche mehrere Ur-
menschen in den verschiedenen Theilen der Erde annimmt,
sagt: „ich halte dieses aber für eine Thocheit" (S. iZZ.); so
möchte ein so hart absprechendes Urtheil schwerlich zu billigen
sepn. Es ist gewiß sehr zu loden, wenn unsere Rechtsgelehrten
der Philosophie und Philologie sich befleißigen: aber sie wür-
den wohl daran thun, den schneidenden Ton zu vermeiden,
dessen sich die Philosophen und Philologen gerade da am Ueba
sten zu bedienen pflegen, wo am wenigsten von Gewißheit die
Rede seyn kann.
Der Unterzeichnete spricht gewiß nur einen allgemeinen
Wunsch aus, wenn er den Verf. auffordert, den zweiten Theil
feines schätzbaren Werks recht bald folgen zu lassen.

Untcrholzner.

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