Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

Waldeck, EnksLeidung d. O.A G. ö zu Wolkenbüttek. Bd. I. 349
einer ewigen Rente vorhanden sepn würde; hiernach ließ dasselbe
in dem vorliegenden Falle,den Beweis der Verletzung zu; wel-
ches dem Verf. zu nachstehenden Betrachtungen Anlaß gicbt:
i) Das O.A.Gericht habe nicht jene Klage gegen einen wirk-
lich aleatorischen Contract für zulässig erklärt, sondern nur das
Nicht-aleatorische eines Contracts von den wirklich aleato^
rischen Gegenständen desselben geschieden; 2) nach dieser noth-
wcndigcn Distinktion sch der Fall, wo eine Lösionskkage begrün,
det werden könne, auf der Seite der Leibrenten-Gebers nicht
denkbar, welches naher auseinander gesetzt wird; 5) einer An-
wendung des von dem O.A.Gerichte angenommenen Grundsatzes
unterliege auch der Vertrag, durch welchen Landlcute ihre Höfe
mit dem Vorbehalt eines Alttheils (Leibzucht) abtreten, so-
fern hiebei nicht bloS eine anticipirte Succession zum Grunde
liege. Bei. solchen Güterabtretungen überhaupt möchte jedoch
auch das zwischen den Contrahenlen gewöhnlich noch fortdauern-
de persönliche Verhaltniß, und die Beziehung der Leibzuchts-
Prastanden auf die Individualität derselben, wesentlich zu be»
rücksichrigen sepn. Schließlich thcilt der Verf. noch ein Erkennt,
niß des O.A.Gerichts, nach welchem der bei einer solchen Guts-
abtrctung dem Contracte einverleibten Entsagung auf die Lä-
sionsklage rechtliche Wirksamkeit gegen deren Statthaftigkeit bei-
gelegk worden ist, mit.
XVI. Versuch einer Analyse des Jnstanzenwe»
fe n s. S. 278 ff. Der Verf. bezeichnet diesen und den folgen»
den Aufsatz als Sendschreiben an die Legislationen, und bittet,
es zu entschuldigen, damit etwas Anderes, als eine RechlScon-
Iroverse, ausgenommen zu haben; doch sind ja dieß, wie wir
bereits sahen, nicht tzie einzigen Beispiele einer Abweichung von
dem eigentlichen Gegenstände seiner Schrift. Der hier vorlie,
gende Aufsatz enthält eine recht wohl durchdachte und in der
That scharfsinnige, nur allzu einseitige und befangene Zufam-

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer