Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

Escher, Etwas an m. Freunde «. m. Feinde. Zly
Vornamlich um sich gegen die Angriffe der gereizten Leiden-
schaft einer Parthei wegen seines amtlichen Verfahren- zu schützen,
weil er anderwärts keinen genügenden Schutz finden konnte, hatte
er die sogenannte Species facti über die Untersuchung wegen
angeblicher Ermordung de- Schulthcissen Keller drucken laffen.
Hierauf erfolgten noch heftigere Anfeindungen. Da aber durch
die Publicitat die Sache selbst in ihr wahres Licht gesetzt war,
so mußte nunmehr eben die Publicitat den Stoff zu den Be»
schuldigungen abgeben. Auch wurhen einige Privat-Gutachten in
Umlauf gesetzt, worin die Frage über die Zulässigkeit der öffent-
lichen Bekanntmachung der Species facti u. f. w. und der Be»
lege zu derselben durch Escher verneinend entschieden war. Da-
gegen hat nun der Letztere zu seiner Rechtfertigung hie vorlie»
gende Schrift drucken lassen. Sie hat den Ref. in seiner auf
hen Grund der Erörterung in der Vorrede zur geschichtlichen
Darstellung u. s. w. S. V — VIII. schon früher (Krit. Zcitschr.
B. III. S. 299.) ausgesprochenen Ansicht bestärkt, daß Escher
zur Bekanntmachung der Species facti, unter den obwaltenden-
eigenthümlichen Verhältnissen, befugt war. Aber wer auch dieß
nicht zugeben will, wird sich doch freuen über diese Publicitat, auf
welche gewiß wenigstens diejenigen zwei Männer ein unabweisliche»
Recht hatten, die als angeschuldigte Mörder und Staatsverbrecher
aus dem Rathssaale gerissen, ein halbes Jahr lang in enger
Gefangenschaft gehalten, und allen Schrecknissen der strengsten
Kriminal-Untersuchung unschuldig unterworfen worden waren.
Scheurlen,.

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