Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

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, Deutsches Recht.

nannt werden, heißen.bei den Sachsen SHullheiße, gerade so,
wie bei den Longobarden, bei denen sich die alte, norddeutsche
Heimath, wie in vielem Andern, so auch hierin kund giebt.
M uratori, Änt.Ital. T, I. p. 522.; von Savigny, Geschichte
des Rom. R. im M. A. Bd. I. S. 242.) Die Schultheiße im
Sachsensp'egel sind sicher keine neue Einrichtung, sondern uralte
Volksobrigkeit. — S. 2Z enthalt auch noch eine schiefe Ansicht
von den unmittelbaren Reichsrittern, als kommen dieselben von
den ursprünglichen Unterbeamten der alten Grafen her,
denen es gelungen sep, sich von der Unterordnung unter diese
frei zu machen. Rechte des Grafenamlcs an sich zu bringen,
und sie als freie - oder'lehnbare landesherrliche Rechte erb»
lich zu besitzen./ ^Dia.unmittelbare Reichsritterschaft hat einen
ganz andern Ursprung gehabt, und wir verweisen in dieser Hin-
sicht auf Eichhorn's Rechtsgeschichte, §. 4oi. 409. 439* 53y.
— S. Zi. 52. gedenken der Willkührlichkeiten, welche, sich die
Vögte und andre Beamte häufig gegen die Unterthanen erlaub,
len. In der That erschrickt man vor den ewigen Bedrückungen
her Großen gegen die Kleinen- von denen uns die Quellen be-
richten. Wurden doch selbst die Geistlichen von ihren eigenen
Bischöfen nicht geschont. Capit Caroli Calvi ä. 844. Tit. V.
c. 6, qqando circumierint (episcopi) et in domo presby-
teri resederint, non sub occasione adfligendl presbyteros
immoderate et non necessarie numerum famulorum addu-
cant, neque vicinos ad pastam incongrue convocent." —
Die Meinung,, welche der Vers, in §. 15. mit Recht an-
ficht, daß nämlich vor und unter den Carolingern nur der Kö-
nig, die Kirche und die Großen des Reiches Grundeigenthümer
gewesen sepen, der den Ackerbau treibende Theil der Nation (die
Bauern) aber blos aus leibeigenen Menschen ohne Grundeigen-
thum bestanden habe, wird hoffentlich, in Kurzem eines Angrif-
fes gar nicht mehr werth ftyn. Sie ist in der That schon ziem-

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