Full text: Volume (Bd. 5 (1829))

3.1.6. Eigenbrodt, über die Natur der Bede-Abgaben in Bezug auf die Frage: ob die Bedepflichtigen von diesen Lasten unentgeltlich zu befreien sind, historisch-rechtliche Erörterungen, bebst Chrestomantie. Giessen b. Heyer. 1826

3oo Deutsches Recht.
Eigenbrodt (C. CH., Großh. Hess. Geh. Staatsr.),
über die Natur der Bede-Abgaben in Bezug auf die
Frage: ob die Bedepflichtigen von diesen Lasten unent-
geltlich zu befreien st'nd, historisch, rechtliche Erörtern«,
gen, nebst Chrestomathie. Giessen, b. Hetzer. 1826.
8. (Preis: i st. 21 kr.)
In Göthe's Wahrheit und Dichtung findet sich bei Gele-
genheit einiger Andeutungen über das Kammergcricht, die merk,
würdige Stelle: „Die Beschaffenheit der Gerichte und'der
Heere giebt die genaueste Einsicht in die Beschaffenheit irgend
eine» Reichs. Die Finanzen selbst, deren Einfluß man für so
wichtig halt, kommen viel weniger in Betracht: denn wenn cs
dem Ganzen fehlt, so darf man dem Einzelne» nur abnehmen,
was er mühsam zusammengescharrt und gehalten hat, und so
ist der Staat immer reich genug." Rec. hat auf diese Worte
stets einen besondern Werth gelegt; sie sind sogar nicht ohne
Einfluß auf die Richtung seiner eigenen Studien geblieben; al-
lein er würde doch geneigt sepn, die Finanzen nebewdie Ge-
richte und die Heere zu stellen, und sie als einen der drei
Hauptgegenstande anzusehen, welche den eigentlichen Mittel-
punkt in der Verfassung und Verwaltung der Staaten bilden.
Namentlich bei allen Romanischen und Germanischen Völkern
haben die Finanzen stets auf das innigste mit der Kriegsver.
fassung zusammengehangen. Nicht nur ist die Ausbildung voll-
ständiger Steuersysteme durch die Einführung und allmahlige
Vermehrung stehender Heere in den letzten Jahrhunderten vor»
zugsweise veranlaßt worden; auch die Verpflichtung, dem Staate
etwa» zu steuern, hat sich nach der Theilnahme oder Nichttheil»
nähme am acliven Kriegsdienste Jahrhunderte lang unmittelbar
bestimmt, und wenn gleich die Geschichte von unzähligen Will.

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